Korbach: Mann wegen Betrug mit gefälschten Ausweisen verurteilt

Weitere zehn Monate ins Gefängnis

Korbach - Zu zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilte das Korbacher Amtsgericht am Montag einen 44-jährigen Attendorner, weil dieser in Wolfhagen und Korbach mit gefälschten Ausweisen Handyverträge abgeschlossen hatte.

Aktuell sitzt der Angeklagte in der Justizvollzugsanstalt Werl eine zweijährige Haftstrafe ab. Wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug verurteilte das Korbacher Amtsgericht den gebürtigen Türken gestern zu weiteren zehn Monaten Haft. Der Angeklagte gestand, im Januar vergangenen Jahres zunächst in Wolfhagen in einem Geschäft eines Mobilfunkunternehmens Handyverträge mit einem gefälschten Pass abgeschlossen zu haben. So bekam er zwei Handys im Gesamtwert von rund 800 Euro. Am darauffolgenden Tag versuchte er sein Glück im Geschäft des gleichen Mobilfunkanbieters in Korbach.

Die Mitarbeiter dort erkannten auf dem Foto des gefälschten Ausweises aber den Täter von Wolfhagen und alarmierten daraufhin die Polizei. Gegenüber den Beamten gestand er, die Handys verkaufen und so seine Drogensucht finanzieren zu wollen. Aufgrund ähnlicher Taten in den vergangenen Jahren ging es im Korbacher Amtsgericht vor allem um die Höhe der Strafe. Da Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling in den Taten einzelne Fälle und keinen gewerbsmäßigen Betrug sah, sprach er eine zehnmonatige Freiheitsstrafe aus. Sie kommt zu der zweijährigen Haft hinzu, die er seit August 2011 verbüßt.

Dem Angeklagten kam neben dem Geständnis zugute, dass er nach seiner Festnahme auch den Namen des Herstellers der gefälschten Ausweise nannte, „die dilettantisch gefälscht waren“, wie der Verteidiger berichtete. Strafmildernd wirkte sich auch die damalige Drogensucht des Attendorners aus.(tt)

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