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„Weitsichtig und absolut fair“: Landesehrenbrief für Kai Schumacher

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Von: Philipp Daum

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Ehrenbrief des Landes Hessen: Kai Schumacher (Mitte) freute sich zusammen mit seiner Frau Silvia (links daneben) und Sohn Jörn (rechts) über die Auszeichnung, die er aus den Händen von Bürgermeister Klaus Friedrich (links) erhalten hatte. Auch Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller gratulierte.
Ehrenbrief des Landes Hessen: Kai Schumacher (Mitte) freute sich zusammen mit seiner Frau Silvia (links daneben) und Sohn Jörn (rechts) über die Auszeichnung, die er aus den Händen von Bürgermeister Klaus Friedrich (links) erhalten hatte. Auch Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller gratulierte. © Philipp Daum

Der große Sitzungssaal war die richtige Wahl. Zahlreiche politische Weggefährten und Freunde waren ins Korbacher Rathaus gekommen, um Kai Schumacher ihre Anerkennung auszudrücken

Schon alleine das war ein eindeutiges Zeichen dafür, welche Wertschätzung der 58-Jährige in der Stadt Korbach und darüber hinaus im Landkreis Waldeck-Frankenberg genießt.

Dass dies auch dem Land Hessen eine besondere Würdigung wert ist, wurde am frühen Montagabend ebenso deutlich: Aus den Händen von Bürgermeister Klaus Friedrich erhielt Kai Schumacher den Landesehrenbrief für sein vielfältiges, ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik.

„Was zeichnet Kai in seiner parlamentarischen Arbeit aus?“, fragte Friedrich zu Beginn seiner Rede, um direkt danach die Antwort zu liefern: „Er ist bestimmt, aber umsichtig, glasklar in der Auseinandersetzung, aber weitsichtig und absolut fair. Kai hat ein gutes Gespür für das Machbare, Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft und natürlich die Fähigkeit, Menschen in seinem Umfeld mitzunehmen.“ Als Ansprechpartner für viele Menschen, denen er immer auf Augenhöhe begegne, habe er ein offenes Ohr. Dies mache Kai Schumacher zu einem wertvollen Gesprächspartner.

Wie umfangreich das kommunalpolitische Engagement des 58-Jährigen ist, verdeutlichte der Bürgermeister in einem passenden Satz: „Einem Korbacher etwas über Kai Schumacher zu erzählen, wäre, wie Eulen nach Athen zu tragen.“ Zwar ging Friedrich noch auf einige der zahlreichen Funktionen des Geehrten ein (siehe Hintergrund), doch genauso wichtig war dem Verwaltungschef die persönliche Note. „Was mir immer an dir imponierte, sind dein politischer Instinkt und dein menschlicher Kompass, die dich bis dato gut durchs Leben geführt haben.“

„Du hast in all den Jahren deiner Tätigkeit vieles angestoßen und für unsere Stadt auf den Weg gebracht“, lobte Lieselotte Hiller im Namen der Stadtverordnetenversammlung. Uwe Steuber, Vorsitzender der FW-Fraktion im Kreistag, sagte: „Der Kreisvorstand und die Fraktion gratulieren dir zu dieser hohen Auszeichnung. Deine Leitsprüche ‚Nicht kürzen bei den Kurzen‘ und ‚Chancen sehen, Wege gehen‘ zeichnen dich und deine Arbeit aus.“

Die Initiative zur Verleihung des Landesehrenbriefes war von den Freien Wählern Korbach nach deren Feier zum 50-jährigen Bestehen ausgegangen, daran erinnerte Vorsitzender Thomas Kuhnhenn. „Als ich Kai wegen der Ehrung anrief und sagte, dass wir reden müssten, meinte er nur: Heute ist es schlecht, Samstag und Sonntag auch. Montag hab ich Sitzung, aber Dienstag habe ich Zeit für dich“, so Kuhnhenn. Mit Hilfe des Sohnes Jörn, der den Vater an einem der Tage „daheim festgehalten hat“, sei es aber doch gelungen, Kai Schumacher die freudige Nachricht früher zu überbringen. „Er hatte dabei Tränen in den Augen – und er hat es sich mehr als verdient“, betonte Kuhnhenn, der ebenso wie die Vorredner einen Dank an die Familie Schumacher richtete – insbesondere an Ehefrau Silvia und Sohn Jörn, die den Ehemann und Vater stets bei dessen Arbeit unterstützt und oft auf ihn verzichtet haben.

Kai Schumacher war gerührt von den vielen lobenden und persönlichen Worten. „Ich habe immer versucht, den Vorteil für die Stadt zu suchen. Seit 35 Jahren handele ich danach“, sagte er. Zu verdanken habe er seine positive Bilanz auch allen Wegbegleitern, die ihm das ermöglicht hätten. Schumacher erwähnte insbesondere Heinz Graf, den er als seinen politischen „Ziehvater“ bezeichnete.

Vielfältiges, ehrenamtliches Engagement

Kai Schumacher war oder ist in folgenden Ausschüssen, Versammlungen und Funktionen tätig: EWF-Gesellschafterausschuss „Bad“, Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Werbetal, Verbandsversammlung Oberes Aartal, Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Oberes Aartal, EWF-Zweckverband, 2. sowie 3. stellv. Stadtverordnetenvorsteher, Wirtschaftsförderung Korbach, 2. stellv. Vorsitzender sowie Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss Korbach, Aufsichtsrat Stadtkrankenhaus, Fraktionsvorsitzender sowie stellv. Fraktionschef der FWG Korbach, Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Ittertal, Beirat Stadtwerke, Verwaltungsausschuss Jugendbildungswerk, Stadtverordneter in Korbach und Umweltausschuss. Als Stadtverordneter ist und war Kai Schumacher zudem in vielen Kommissionen tätig. Er ist darüber hinaus im Vorstand der Freien Wähler Korbach, FW-Kreistagsabgeordneter und stellv. Kreistagsvorsitzender.

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