Korbach

Die Welt blickt auf den „Dackel“

- Korbach (jk). Das Programm steht – und Korbachs „Urwelt-Dackel“ rückt nach langer Pause wieder ins Rampenlicht: Vom 28. bis 30. Oktober geben sich bei der ersten internationalen Fachtagung zur Korbacher Spalte viele Wissenschaftler die Klinke in die Hand.

Die 90er-Jahre waren von einer regelrechten Euphorie begleitet, was die fossile Tierwelt anbelangt. Nicht nur bei Forschern, sondern selbst an Stammtischen in den heimischen Kneipen wurde ein „alter Korbacher“ zum Gesprächsthema: Procynosuchus delaharpae, wie der Lateiner sagt. Später kurz „Procy“ genannt – und noch etwas später avancierte er liebevoll zum „Dackel“. Procy war rund 60 Zentimeter groß, kroch nicht mehr wie Amphibien, sondern bewegte sich schon hochbeinig durch die Gegend. Die glich zu seiner Lebenszeit – vor etwa 250 Millionen Jahren – eher einer heißen Wüstenei. Und das meiste Leben spielte sich damals in den Meeren ab, Amphibien hatten – aus Sicht der langen Erdgeschichte – gerade erst begonnen, das Land zu erobern. Der „Hundezähner“ Procynosuchus war evolutorisch schon auf dem Weg zum späteren Säugetie. Der Urwelt-Dackel aus Korbach ist bislang der einzige Fund auf der Nordhalbkugel der Erde – und das macht ihn so bedeutend und berühmt.Nach fieberhafter Arbeit von Wissenschaftlern und Präparatoren in den 90er-Jahren schlief die Forschungsarbeit um die Funde aus der Korbacher Spalte indes für viele Jahre ein. Und genau das ist der Ansatzpunkt einer Arbeitsgruppe von Geopark „GrenzWelten“, Museum und Stadt Korbach, Stadt Frankenberg, Landkreis, Landesdenkmalpflege sowie Landesamt für Umwelt und Geologie, wieder Schwung in die Korbacher Spalte als Zentrum des heimischen Geoparks zu bringen – sowohl für Wissenschaftler als auch fürs breite Publikum. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 25. August 2010.

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