Wetterlage stoppt den Österreicher Helmuth Lehner über der alten Hansestadt

Weltumrunder landet in Korbach

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Hobbypilot Helmuth Lehner aus Österreich macht mit der „Spirit of Africa“ Zwischenstation auf dem Korbacher Flugplatz. Vor einem Jahr hat er mit dem Ultraleicht-Flieger einmal die Welt umrundet.

Korbach - Einmal um die ganze Welt – und dann nach Korbach: Der österreichische Weltumrunder Helmuth Lehner hat mit seinem Ultraleicht-Flugzeug Zwischenstation auf dem Flugplatz der Kreisstadt gemacht.

21 Länder hat er überquert, dabei gut 43 000 Kilometer zurückgelegt und knapp 200 Stunden im Cockpit gesessen: Der Österreicher Helmuth Lehner wagte im Frühjahr 2012 das große Abenteuer und umrundete allein mit seinem 100-PS-Ultraleicht-Flieger „Spirit of Africa“ einmal die Erdkugel in Richtung Osten.

Seit Sonntag steht auch der Flugplatz in Korbach in seinem Logbuch. Zugegeben, der Zwischenstopp in der alten Hansestadt war nicht geplant. Lehner hatte die Fachmesse Aero in Friedrichshafen besucht und wollte eigentlich weiter bis nach Damme im Oldenburger Münsterland fliegen. Doch aufgrund des schlechten Wetters musste er auf dem Korbacher Flugplatz gegen 20 Uhr eine Zwangspause einlegen.

Flugleiter „Eco Mike“ Meißner lotste den Piloten nicht nur sicher auf die 600 Meter lange Graspiste, sondern organisierte dem Österreicher und seiner Begleitung auch gleich ein Zimmer in einem Hotel in der Altstadt. Kalender als Dankeschön „Am nächsten Mittag habe ich ihn wieder rausgelassen“, sagt Hans Stapelfeldt, der am darauffolgenden Tag die Flugleitung übernahm.

Mit einem handsignierten Fotokalender bedankte sich der Weltenbummler. Auf jedem Monatsblatt ist eine Station der weiten und riskanten Reise abgebildet: Die Golden Gate Bridge in San Francisco etwa oder Ayers Rock in Australien. Vom Flughafen Linz-Hörsching führten ihn die ersten Etappen nach Kreta, Luxor (Ägypten), Abu Dhabi, Pakistan, und Indien. Weiter ging es über Bangladesh, Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien bis nach Australien.

Über die Fidischi-Inseln und Hawaii steuerte Lehner San Francisco an. Zweimal musste er dabei den Ultraleicht-Flieger in eine Boeing 747 verladen – wegen der Windverhältnisse wäre der Weiterflug zu riskant gewesen. Quer über die USA und den Antlantik ging es schließlich zurück nach Europa. Der dreimonatige Trip hatte einen karitativen Zweck.

Die gesammelten Spenden kamen der Aktion „Fliegen für Kinder in Not“ zugute. Sie unterstützt Familien, die ihren Vater durch ein Flugzeugunglück oder andere Unfälle verloren haben. Im Internet findet man Helmuth Lehner unter www.weltumrunder.at. Briten kommen Mitte Mai Der nächste ungewöhnliche Besuch auf dem Korbacher Flugplatz habe sich unterdessen bereits frühzeitig angekündigt, berichtet Hans Stapelfeldt:

Der britische Whitehill Farm Aero Club plant Mitte Mai einen Ausflug mit mehreren Ultraleichtflugzeugen über den Ärmelkanal nach Deutschland. Mit mehr als 100 Mitgliedern gilt er als einer der größten Luftsportvereine auf der Insel. Die Briten wollen am 16. Mai in Korbach übernachten und haben schon im Februar Kontakt mit der Flugleitung des Platzes aufgenommen. Mehr zum Korbacher Flugplatz im Internet unter www.flugplatzkorbach.de (lb)

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