WLZ-FZ-Expertentelefon am 12. November zu Herzrhythmusstörungen

Wenn das Herz stolpert

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Aus dem Takt geraten? Herzrhythmusstörungen sollten von einem Kardiologen abgeklärt werden. Er kann feststellen, ob sie harmlos oder gefährlich sind.Foto: Fotolia

Korbach - Wann sind sie harmlos, wann gefährlich? Herzrhythmusstörungen sind Thema am WLZ-FZ-Expertentelefon. Ärzte des Korbacher Stadtkrankenhauses beantworten die Fragen der Leser.

Der direkte Draht zum Mediziner ist am 12. November von 15 bis 16 Uhr für unsere Leser geschaltet. Dr. Arved-Winfried Schneider, Chefarzt Medizinische Klinik, und seine Oberärzte Dr. Renate Rauscher und Serguei Korboukov vom Korbacher Stadtkrankenhaus beantworten Fragen rund um das Thema Herzrhythmusstörungen.

Unregelmäßigkeiten des Herzschlags können völlig normal sein. Jeder hat irgendwann in seinem Leben mit Herzrhythmusstörungen zu tun. Ob sie harmlos oder gefährlich sind, kann nur ein Kardiologe nach ausführlicher Untersuchung des Patienten entscheiden.

In der Regel sind Herzrhythmusstörungen keine eigene Erkrankung, sondern meistens die Folge von Herzkrankheiten, informiert die Deutsche Herzstiftung. Insbesondere Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen bereiten ihnen den Boden. Bei etwa 70 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung, liegt Bluthochdruck vor. Andere Gründe können eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder chronische Lungenerkrankungen sein.

Negativ auf den Herzrhythmus auswirken können sich auch Genussgifte wie größere Mengen von Alkohol, Kaffee oder Nikotin, üppige Mahlzeiten, Schlafmangel, Stress, Kalium- und Magnesiummangel.

Weil Vorhofflimmern bei der Hälfte aller Patienten ohne Beschwerden auftritt, bleibt es oft unbemerkt. Das erhöht das Risiko eines Schlaganfalls: Durch das Flimmern ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen, der Blutstrom verlangsamt sich, Blutge­rinsel können sich bilden, die vom Blutstrom fortgeschwemmt Hirngefäße verschließen. Wird das Vorhofflimmern rechtzeitig aufgedeckt, können die Betroffenen mit gerinnungshemmenden Medikamenten vor einem Schlaganfall geschützt werden.

Hinweise gibt ein Blutdruckmessgerät, das den Herzschlag anzeigt. Ein solches Gerät sollte in jedem Haushalt vorhanden sein, empfiehlt die Herzstiftung. Wer Unregelmäßigkeiten des Pulses feststellt, sollte seinen Herzrhythmus beim Arzt durch ein EKG (Elektrokardiogramm) überprüfen lassen.

Den Leserinnen und Lesern der WLZ-FZ bietet das Korbacher Stadtkrankenhaus am Mittwoch, 12. November, die Möglichkeit, über das Lesertelefon Fragen an seine Experten rund um das Thema Herzrhythmusstörungen zu stellen: Dr. Arved-Winfried Schneider, Dr. Renate Rauscher und Serguei Korboukov sind an diesem Tag von 15 bis 16 Uhr unter den Rufnummern 05631/560-270, -271 und -272 zu erreichen.

Von Lutz Benseler

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