Korbach

Wenn das Herz unter Druck steht

- Korbach (resa). Bis zu 35 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck. Deswegen hat die Deutsche Herzstiftung der Krankheit in diesem Jahr die bundesweiten Herzwochen gewidmet. Auch heimische Ärzte informieren im Rahmen der Aktion über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Steht ein Kessel unter Druck, beginnt er zu pfeifen und zu dampfen. Steigt der Blutdruck im Körper geschieht das meistens leise und schleichend. 250 000 Mal endet das aber jedes Jahr in Deutschland im Schlaganfall, ähnlich häufig in Herzinfarkten.

„Das können wir vermeiden“, sagt Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Schließlich sei hoher Blutdruck behandelbar. Und um die vielen Betroffenen, die gar nichts von ihrer Krankheit wissen, für das Thema zu sensibilisieren, finden im November bundesweit Vorträge und Aktionen rund um den Bluthochdruck statt.

Auch das Korbacher Krankenhaus beteiligt sich an der Initiative und lädt am Dienstag, 22. November um 19 Uhr zu Vorträgen über Gefahren und Behandlung von Bluthochdruck ein. Auch die Waldeckische Landeszeitung und die Frankenberger Zeitung unterstützen die Kampagne und bieten am kommenden Mittwoch ein Expertentelefon für Leserinnen und Leser an .

Viele Wege mit einem Ziel: Früh erkannte Blutdruck-Probleme können behandelt werden. „Bluthochdruck ist nicht mehr nur eine Krankheit älterer Menschen“, erklärt Serguei Korboukov, Oberarzt in der Medizinischen Klinik in Korbach, „es ist eine Volkskrankheit“. Vor allem Veränderungen des Lebensstils hätten in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass auch immer mehr Menschen ab 40 Jahren an Bluthochdruck leiden würden.

„In über 90 Prozent der Fälle sind die Ursachen unbekannt“, sagt der Experte. Falsche Ernährung, wenig Sport oder Stress im Berufs- und Privatleben kämen dann als Auslöser in Frage. In etwa fünf Prozent der Fällen seien Nierenkrankheiten oder Störungen des Herz-Kreislauf- oder Hormonsystems ursächlich. Mit dem Älterwerden steige der Blutdruck meistens noch.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 12. November.

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