„Historisches Schießen“ der Adorfer Schützengesellschaft und originelle Spiele

Wettstreit bereitet 20 Teams viel Spaß

Nach der Siegerehrung des „historischen Schießens“ in Adorf – hintere Reihe von links: Schützenoberst Wilhelm Pohlmann, Schießaufsicht Martin Kranke, Heinrich Hofmeister, der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Robert Erlemann, Schützenkönig Markus Bornemann, Manuel Stöcker, Christoph Aßhauer und Andreas Werner. Vordere Reihe: Friedhelm Figge, Sieger Volker Graf, die Siegerin der Gäste, Mirjam Büddefeld, Anika Bienert und Silke Frey. (Foto: pr)

Diemelsee-Adorf - Zu ihrem Jubiläum hat die Schützengesellschaft am Samstag erstmals „historische Spiele“ vorbereitet.

Mit einer Schubkarre voll Wasser heil über eine Wippe kommen, zu dritt auf Skiern einen Parcours bewältigen - Geschick und Teamgeist waren gefragt bei den originellen Spielen, zu denen die Schützengesellschaft am Samstag erstmals in die Heimbicke eingeladen hatte. Zum 500-jährigen Bestehen des Vereins wollten die Mitglieder nicht nur ihr „historischen Schießen“ austragen, das alle fünf Jahre stattfindet. So boten sie auch die „historischen Spiele“ an. Dabei federführend waren Achim Peltz und Martin Behle.

Zu den Klängen des Adorfer Spielmanns- und Musikzuges waren die Teilnehmer am Mittag vom Burghof in Richtung Tretbecken gezogen. Dort standen der Schießstand und die Parcours schon bereit für den Wettstreit. Auch Bürgermeister Volker Becker war unter den Besuchern. Sicherheitshalber hatten die Schützen auch Zelte aufgebaut, aber das Wetter spielte mit - ideale Bedingungen für die Spiele. An acht Stationen stellten 20 spontan gebildete Teams ihr Können unter Beweis. Darunter waren auch mehrere gemischte Teams aus Deutschen und Niederländern - der Musikzug hatte wie berichtet am Wochenende die Freunde der Muziekvereinigung „Juliana“ aus Den Ham zu Gast. Das jüngste Team stellte der Adorfer „Kettcar-Club“. Die acht bis zehn Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren treffen sich seit etwa anderthalb Jahr, um an ihren Kettcars zu schrauben oder um zu grillen, auch am Viehmarkt-Umzug haben sie schon teilgenommen.

Die Teams hatten sich teilweise Fantasienamen gegeben. Auch aus der Umgebung Adorfs kamen Teilnehmer.

Acht Herausforderungen

Bei den Spielen stand der Spaß im Vordergrund - und den hatten die Mitspieler auch. Die acht Aufgaben im Einzelnen:

Bogenschießen auf Scheiben; Bierkrug stemmen auf Zeit; Wasser in einer Schubkarre über einen Parcours mit Wippen transportieren; auf der Waldkegelbahn galt es, „alle Neune“ zu werfen; zu zweit war ein Holzstamm auf Zeit zu zersägen; Schrauben waren auf Zeit ein langes Gewinde herunter- und wieder hochzudrehen; im Trio hieß es Ski laufen durch einen Rundparcours; zwei verbundene Bälle waren um eine Stange zu werfen.

Zur Stärkung gab’s Würstchen und Steaks vom Grill. Auch für ausreichend Getränke hatten die Schützen gesorgt. Zwischendurch ließen die Mitglieder der Geschützgruppe „Sankt Johannis“ ihre Kanone immer wieder donnern.

Gegen Abend wurden die besten Teams ausgezeichnet. Der Siegerpokal ging an die Schützenbruderschaft aus Giershagen. Den Pokal für den zweiten Platz erhielt das Adorfer Team „Wassertransport“, und die dritte Trophäe ging an die „Adorfer Blindfüchse“.

Mit dem Karabiner

Während die Teams sich ihren Aufgaben stellten, wetteiferten die Teilnehmer des Schießens am Stand einige Meter weiter im Tal um den Sieg. Mit Gewehren des Kalibers 45 und „Königspatronen“ schossen sie auf die in 60 Meter Distanz am Waldrand aufgestellte Scheibe.

Beim Schießen gab es zwei Wertungen. In der ersten Gruppe waren die Mitglieder zusammengefasst, in der Gruppe der Gäste wurden alle Frauen sowie die Männer aus der Nachbarschaft gewertet, die nicht Mitglied der Schützengesellschaft sind. Insgesamt nahmen 134 Männer und Frauen teil, weit mehr als vor fünf Jahren.

Die Schießaufsicht am behördlich abgenommenen Stand hatte Martin Kranke, zu seinem Team gehörten auch Mike Fieseler und Heinrich Hofmeister.

Ursprünglich sollte nach den Durchgängen ein Stechen mit einem Vorderlader ausgetragen werden, den die Gesellschaft zum Jubiläum vor 25 Jahren von der Gemeinde geschenkt bekommen hat. Doch wegen der zahlreichen Teilnehmer verzichteten die Schützen auf den Umbau, „dies hätte uns zu viel Zeit gekostet“, sagte der Vorsitzende der Schützen, Robert Erlemann. Die Schießleitung habe sich daher kurzfristig entschieden, auch das Stechen mit dem Karabiner auszutragen.

Bei den Gästen kamen überraschend nur die Frauen ins Stechen. Die Ehrenscheibe sicherte sich Mirjam Büddefeld, auf den weiteren Plätzen folgten Silke Frey und Anika Bienert.

Bei den Vereinsmitgliedern siegte Volker Graf. Auf den weiteren Plätzen folgten Friedhelm Figge, Heinrich Hofmeister, Manuel Stöcker, Christoph Aßhauer und Andreas Werner.

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