Das Höchstgebot von 82?000 Euro war der Kreissparkasse Verden zu wenig

Wieder kein Zuschlag für Belgische Kaserne

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Die Zukunft der ehemaligen Belgischen Kaserne in der Flechtdorfer Straße in Korbach bleibt ungewiss: Bei der Zwangsversteigerung ist der Zuschlag versagt worden. Archivfoto: Lutz Benseler

Korbach - Bei der Zwangsversteigerung der Belgischen Kaserne gestern gab es drei Bieter – aber keinen Zuschlag: Das Höchstgebot einer Korbacher Firma hat die Gläubigerbank nicht zufriedengestellt.

82000 Euro hatte die erst kürzlich gegründete Korbacher Immobilienmanagement GmbH & Co KG als Höchstgebot für das ehemalige Militärgelände aufgerufen – zu wenig für die Kreissparkasse Verden (Niedersachsen). Weil das Gebot weniger als 70 Prozent des Verkehrswertes betrug, stellte die Gläubigerbank einen Antrag auf Zuschlagsversagung, dem das Amtsgericht dann stattgeben musste. Gutachter haben den Verkehrswert des 67000-Quadratmeter-Grundtücks auf 150000 Euro festgesetzt. Mindestens 100000 Euro wollte die Kreissparkasse Verden aber erzielen, wie ein Vertreter der Bank die Schmerzgrenze deutlich machte. „Mit der Hausnummer komme ich nicht klar, da muss noch etwas Butter bei die Fische“, kommentierte er die abgegebenen Gebote. Schließlich seien auch Werte auf dem Grundstück vorhanden.

Derzeitiger Eigentümer des ehemaligen Kasernengeländes am Ortsausgang in Richtung Flechtdorf ist die Firma AWD mit Sitz in Korbach. Die in den Jahren 1965 bis 1967 gebauten Gebäude sind stark sanierungsbedürftig, die Lage im Wasserschutzgebiet schränkt allerdings eine mögliche Nutzung stark ein. Viele Jahre war dort die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises (BWF) untergebracht. Derzeit wird das Gelände unter anderem von einer Spedition, einer Fahrschule, den „Hundefreunden Korbach“ und der „RC-Car-Crew“ genutzt.

Neben der Korbacher Firma und einem weiteren Interessenten hatte auch die Deutsche Haus- und Grundinvest aus Lippstadt wieder mitgesteigert. Das Unternehmen hatte in der ersten Versteigerungsrunde im August 2014 mit 74900 Euro das Höchstgebot für die ehemalige Kaserne abgegeben. Auch damals war die Kreissparkasse Verden nicht zufrieden mit der Summe.

Die Zwangsversteigerung wird damit wohl in eine dritte Runde gehen. Die bisherigen Wertgrenzen werden dann nicht mehr gelten, noch geringere Gebote wären dann möglich. Der Termin wird voraussichtlich im September sein.

Von Lutz Benseler

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