„Maranatha Singers“ zu Gast in Willingen · Kontakte nach Namibia ausgebaut

Ein Wiedersehen und Wiederhören

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Die „Maranatha Singers“ begeisterten das Willinger Publikum am Dienstag in der evangelischen Kirche mit Liedern und Tänzen. Fotos: Ulrike Schiefner

Willingen - Die „Maranatha Singers“ luden am Dienstag über 300 begeisterte Zuhörer zu einer musikalischen Reise durch Namibia ein.

Der Chor hat sein Heimatland beim Panafrikanischen Kultur-Festival in Algerien vertreten. Er wurde bei Tourneen im Nachbarland Südafrika stürmisch gefeiert. Er hat 2011 bei einer viel beachteten Musical-Produktion in Windhoek mitgewirkt. Jetzt ist er zum zweiten Mal in Deutschland unterwegs. Unter Leitung von Evy George präsentierten die Sängerinnen und Sänger ihr neues Programm in der Willinger Kirche, wo sie bereits vor drei Jahren einen Gottesdienst mitgestalteten und auch diesmal wieder herzliche Aufnahme fanden. Vielfalt der Kulturen „Twahangana – Unity through Song and Dance“, Einigkeit also durch Lied und Tanz: Unter diesem Motto stand das Konzert. Es spiegelte auf beeindruckende und höchst lebendige Art und Weise die Vielfalt namibischer Kulturen und Sprachen wider.

Die Zuhörer erlebten ein mitreißendes Programm mit modernen Kompositionen, traditionellen Songs und religiösen Liedern, mit solistischen Darbietungen, Trommel- und Marimbaklängen, Trillern und manchem Klick. Stehende Ovationen Die „Maranatha Singers“ sangen von ihrem Glauben, der Liebe und ihrem Land, aber auch von alltäglichem Geschehen. Sie stellten sich in den farbenprächtigen und teilweise äußerst aufwendigen Kostümen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen vor, die speziell für diese Tournee angefertigt wurden.

Sie ließen das Publikum an überschäumender Freude, ihren Hoffnungen und Sorgen teilhaben. Kurzum: Sie verstanden es wieder meisterhaft, den Gästen, die sich mit stehenden Ovationen bedankten, das Land im Südwesten des afrikanischen Kontinents nahezubringen. Für Pfarrer Christian Röhling war?s ein bisschen wie Weihnachten. So viele Besucher kommen sonst normalerweise nur am Heiligen Abend in die Kirche. Er freute sich, im Publikum auch zahlreiche Gäste begrüßen zu können, die sich Namibia und seinen Menschen in besonderer Weise verbunden fühlen, nicht zuletzt aufgrund der seit 27 Jahren bestehenden Partnerschaft mit der Macedonia- und der Ephesergemeinde in Katutura.

Etliche Konzertbesucher waren schon dort zu Gast und einige planen bereits die nächste Reise, darunter Christian Röhling selbst. Er fliegt im Oktober als Mitglied einer Delegation aus dem Kirchenkreis des Eisenbergs anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Partnergemeinden nach Namibia.

Übrigens werden nicht nur die Musikfreunde den Besuch der „Maranatha Singers“ in bester Erinnerung behalten, sondern auch die Willinger Konfirmanden. Sie erlebten am Dienstagnachmittag eine außergewöhnliche Konfirmandenstunde mit den gut aufgelegten Gästen. Besuch bei Siggi Auf dem Programm standen außerdem eine Besichtigung der Willinger Glasbläserei, eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Ettelsberg, wo Hüttenwirt Siggi von der Heide dem Chor ein Ständchen mit dem Alphorn und der Bierschlauch-Tröte brachte, und ein kurzer Abstecher zum Kyrill-Pfad.(bk)

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