Korbach

Wiesbaden gibt Druck nach

- Korbach (den). Mit einer frohen Botschaft kamen Elternvertreter der Louis-Peter-Schule aus Wiesbaden zurück: Ihr Kampf für die Einrichtung einer vierten Realschulklasse 7 hat sich gelohnt.

Sobald sich in diesem Schuljahr der 100. Schüler anmeldet, veranlasst das Ministerium in der hessischen Landeshauptstadt, dass eine weitere Klasse eingerichtet wird. Die Schülerzahl würde dann pro Klasse von durchschnittlich 33 auf 25 sinken. So könnte der von Bildungsreformern oftmals geforderte­ Gruppenunterricht die Frontalbeschallung ablösen, freuen sich Petra Pohlmann, Claudia Herrmann und Dr. Hartmut Wecker. Die drei Elternvertreter führten am Mittwoch ein Gespräch in Wiesbaden mit dem zuständigen Staatssekretär. „Wir haben Zusagen bekommen, wie wir sie in dieser Form nicht erwartet haben“, freuten sich die Engagierten gestern bei der Bekanntgabe des Ergebnisses. „Dafür sind wir der Landesregierung sehr dankbar.“ Heinrich Heidel und Mario Döweling, beide FDP, hatten das Gespräch zwischen Plenarsaal und Bürotür verfolgt. Jetzt hoffen die drei, die von den 87 übrigen Eltern Rückendeckung bekommen haben, dass sich der Staatssekretär auch an seine mündlichen Zusagen hält. Es sei egal, wann der 100. Schüler die siebte Klasse besuche, erfuhren sie. „Trotzdem sollte es jetzt schnell gehen“, weiß Wecker um die Konsequenzen, wenn ein zusammengeschweißter Klassenverband nach Monaten aufgelöst wird. Regelung zwei: Um die vierte Klasse einzurichten, reicht die Nachricht von einem anderen Schulleiter, dass Jugendliche zur LPS wechseln. So wird die Vorlaufzeit wesentlich verkürzt. Die Eltern appellieren nun an andere Erziehungsberechtigte, die ihr Kind wegen der befürchteten Klassengröße nicht an die LPS schicken wollten: „Man sollte sich jetzt nicht scheuen, sondern auf die Schule zurückgreifen. Sie ist besser als ihr Ruf.“

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