Heimat- und Geschichtsverein will attraktive Wanderungen auf den Spuren der Vergangenheit anbieten

Willingen im Wandel der Zeit erleben

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Die Schwalefelder Spinnstube – unser Bild entstand 2013 bei der Eröffnung – gehört zu den Stationen des Geschichtswanderwegs.

Willingen - Mit attraktiven Wanderungen will der Willinger Heimat- und Geschichtsverein Gästen und Einheimischen die Möglichkeit eröffnen, den Spuren der Vergangenheit zu folgen und die Entwicklung des Ortes nachzuvollziehen.

Hans-Herbert Kesper, einer der drei Vorsitzenden des Vereins, hat zwei Routen des „Willinger Geschichtswanderwegs“ ausgearbeitet. Er selbst und Heimatkundlerin Ortrud Thiel stehen als Wanderführer bereit. Beide verfügen über ein profundes Wissen, das sie gern an Jung und Alt weitergeben möchten. Sie hoffen, dass sich im Lauf der Zeit noch weitere Geschichtsfreunde finden, die als Wanderführer den Wandel, der sich im Upland vollzogen hat, auf lebendige Art und Weise darstellen und erlebbar machen. Es ist angedacht, die anspruchsvollen Wanderungen zu festen Termine, aber auch für interessierte Gruppen anzubieten. Sofern es dem Verein finanziell möglich ist, sollen einzelne Stationen der Routen ausgeschildert werden.

Die große Tour erstreckt sich über elf Kilometer und dauert etwa fünf Stunden. Es sollen dabei zwölf Stationen im Raum Willingen/Schwalefeld angelaufen werden, an denen jeweils Erläuterungen zu Vergangenheit und Gegenwart gegeben werden. Unter anderem werden folgende Themen vertieft: 300 Jahre Hammer- und Hüttenwesen; Itterbach - Lebensader über Jahrhunderte; Schiefergrube Christine - 100 Jahre Schieferabbau, heute Besucherbergwerk; Pilgerweg und Uplandsteig; Schwalenburg; Heimat- und Spinnstube Schwalefeld; Iberg (mit Hinweisen auf die Landwirtschaft früher und heute); Panoramaweg; Orenbergschanze mit Erläuterungen zum Skisprung; Linnenkerldenkmal (mit Informationen über den Handel mit Eisenerzeugnissen, Fasskranen, Leinen und Textilien); alte Dorfkirche, die 1952 bei der Weltmissionskonferenz im Mittelpunkt stand und heute Gaststätte ist.

Etwa drei Stunden lang soll die zweite Tour dauern, die den Spuren der Vergangenheit innerhalb der Ortslage folgt und zehn Stationen berührt: Touris- tisches Zentrum am Fuße des Ettelsbergs; Wakenfeld; Stryck (Hammer- und Hüttenwesen, Meierei, Mühlen, Stryckhaus); Mühlenkopfschanze; Itterbach: altes Schwimmbad, Viadukt und Schieferstollen; Orenbergschanze; alte Kirche; Linnenkerldenkmal; Kurgarten. Ausführliche Infos über die Pläne und Ideen gibt es in der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins. Sie findet am Mittwoch, 26. Februar, statt und beginnt um 19 Uhr im Hotel „Sauerländer Hof“. Dazu sind Mitglieder und Interessenten willkommen.

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