Bereit für den ersten Schnee

Winterdienst des Korbacher Bauhofs gerüstet: 250 Tonnen Streusalz im Lager

Ein Räumfahrzeug des Korbacher Bauhofes schiebt Schnee von einer Straße.
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Der Winter kann kommen: Die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs sind auch für schneereiche Winter, wie hier im Jahr 2017, gut vorbereitet. 250 Tonnen Streusalz sind eingelagert.

Die Salzlager sind gefüllt, die Räumfahrzeuge stehen bereit. Wenn es nach dem Bauhof in Korbach geht, kann der Winter kommen.

  • 250 Tonnen Streusalz hat der Korbacher Bauhof für den Winterdienst eingelagert.
  • Wenn Glatteis oder Schnee angekündigt ist, beginnt schon um 3.15 Uhr die erste Kontrollfahrt
  • In den Korbacher Ortsteilen sind Landwirte und andere Privatpersonen für den Winterdienst unterwegs.

Korbach – Insgesamt 250 Tonnen Streusalz türmen sich in den beiden Lagern des Korbacher Bauhofs zu großen, weißen Bergen. Auch organisatorisch ist die Stadt Korbach für die nächste Kältewelle gerüstet: Bauhofleiter Friedhelm Schmidt hält den 60 Seiten starken Winterdienstplan in den Händen. Er regelt den genauen Ablauf in der Schlacht gegen Eis und Schnee.

Sagen die Meteorologen winterliches Wetter voraus, rückt der zuständige Dienstleiter schon morgens um 3.15 Uhr zur ersten Kontrollfahrt durch Korbach aus. Er entscheidet dann, ob er die Unimogs, den Trecker, die Schmalspurschlepper plus Mitarbeiter mit Pritschenwagen als Fußtruppen in der Kernstadt in Marsch setzt. Insgesamt stehen zwei Gruppen mit jeweils 24 Mitarbeitern für den Winterdienst bereit, die sich wöchentlich abwechseln.

In den Korbacher Ortsteilen übernehmen meist Landwirte den Winterdienst

In allen 14 Korbacher Ortsteilen sind außerdem Landwirte oder andere Privatpersonen per Vertrag zum Winterdienst beauftragt. „Sie erledigen diese Arbeit mit ihren Schleppern, wobei der Streuer und das Schneeschild teilweise von der Stadt gestellt wird“, erklärt Friedhelm Schmidt.

250 Tonnen Salz lagert der Korbacher Bauhof: Karsten Falk, Gerd Schürmann, Horst Röhle und Bauhofleiter Friedhelm Schmidt sind für den Winterdienst gut gerüstet.

An knackigen Wintertagen mit viel Schnee und Eis bringen die Bauhofmitarbeiter schon mal 40 bis 50 Tonnen Salz auf die Straßen, Gehwege, Treppen und Parkplätze auf. Ist eines der beiden Salzlager leer, wird sofort Nachschub bestellt. „Wir haben immer einen Puffer für mehrere Tage“, sagt Schmidt. Warum der ganze Aufwand? „Wir haben die Verkehrssicherungspflicht“, erklärt Schmidt. Räumt die Stadt die Straßen nicht in angemessenen Zeiträumen, haftet sie für Glätteunfälle. Das sei bisher aber noch nicht vorgekommen, sagt der Bauhof-Leiter.

Wichtige Straßen in Korbach werden zuerst geräumt

Die Mitarbeiter sind mit entsprechendem Räumgerät für den Winterdienst an Bushaltestellen, öffentlichen Gehwegen sowie an stark frequentierten Kreuzungen und Kreiseln zuständig. „Gerade im Hinblick auf die Schulwegsicherung muss der Winterdienst zügig über die Bühne gehen. Auch die Haupteinfallstraßen, auf denen gerade frühmorgens die Pendler in die Stadt fahren, sollten zügig geräumt sein“, sagt Schmidt. Generell gebe es eine Prioritätenliste, aus der hervorgehe, welche Straßen zuerst dran seien. „Darüber hinaus sind auch Fußgängerzonen früh abzuarbeiten, damit die Geschäfte problemlos zu erreichen sind.“ (Lutz Benseler)

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