Urlaub in der zweiten Heimat

Wohnmobilisten kommen immer wieder gerne auf die „Hobbywiese“ in Meineringhausen

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Stammgäste auf der Hobbywiese: Ida und Jan van Putten aus Nunspeet in den Niederlanden waren in den vergangenen vier Jahren schon zwölfmal mit ihrem Wohnmobil in Meineringhausen.

Korbach-Meineringhausen. Wohnmobilisten sind oft nur auf der Durchreise und bleiben nicht länger als ein, zwei Tage. Auf der "Hobbywiese" in Meineringhausen ist das anders.

Die Füße hochgelegt genießen Ida und Jan van Putten die Sonne und die Ruhe auf der „Hobbywiese“ in Meineringhausen. Die Campingstühle haben sie auf dem Rasen vor ihrem Wohnmobil aufgestellt. „Die Leute sind gemütlich hier“, sagt Ida van Putten.

 Das Paar aus dem niederländischen Nunspeet ist mit seinem Wohnmobil schon zum zwölften Mal auf dem Stellplatz zu Gast – innerhalb von vier Jahren. „Dieses Jahr waren wir im Mai schon einmal da und vielleicht kommen wir im Herbst noch einmal“, sagt Jan van Putten. „Die Landschaft ist sehr schön hier, bei uns zu Hause ist alles platt“, sagt seine Frau.

Beide haben längst Anschluss im Dorf gefunden. Schon bei der 775-Jahrfeier waren sie dabei, beim Jubiläumsfest an der Klippmühle und im Mai haben sie Schilder für den Festzug bei der Salatkirmes in Strothe gemalt. „Die gehören quasi zur Familie“, sagt Hermann Müller, der seit 2014 zusammen mit seiner Frau Monika den Platz am Ortsausgang Richtung Strothe betreibt.

Ein paar Meter weiter: Foekje und Jan Portijk haben ihr rollendes Zuhause jetzt schon vier Wochen auf der Hobbywiese abgestellt. Auch sie kommen immer wieder nach Meineringhausen: „Es ist ruhig und sehr gemütlich hier. Man kann jederzeit mit dem Fahrrad weg“, sagt das Paar aus Oudehaske in Friesland. Zugegeben, Jan Portijk hat auch eine besondere Beziehung zur Region: „Ich bin in Bad Wildungen geboren, meine Eltern haben in Waldeck gewohnt“, sagt er.

Ihr Wohnmobil haben sie schon seit 38 Jahren. Der Karosserie glänzt noch, wie am ersten Tag. Jan Portijk verrät das Geheimnis: „Wir haben es mit einem Klarlack überziehen lassen.“ Ausgebaut hat er das Wohnmobil selbst. „Wir sind früher durch ganz Europa gefahren“, sagt Foekje Portijk. „Aber jetzt kommen wir hier immer wieder her. Man kennt sich untereinander  und wir haben einen guten Gastgeber.“

„Viele Wiederholungstäter“

„Wir haben viele Wiederholungstäter“, sagt Hermann Müller. Der Wohnmobilstellplatz liegt direkt am Ederseebahn-Radweg und ist unter Wohnmobilisten längst kein Geheimtipp mehr. Viele Camper schwärmen von der Ruhe und der familiären Atmosphäre auf dem Platz. Die Fachzeitschrift „Promobil“ hat die Hobbywiese im Mai zum Wohnmobilplatz des Monats gekürt.

Großes Plus ist der nahe Radweg: „Alle Gäste haben Fahrräder dabei, zu 80 Prozent E-Bikes, und machen größere Touren“, sagt Müller. In diesem Jahr hat er die Hobbywiese um zwei auf 19 Stellplätze erweitert. Es gibt Duschen und Toiletten, eine ausgebaute Scheune mit Kaminofen, Brötchenservice und mehr. Hermann Müller weiß genau, was seine Gäste brauchen: „Ich bin selbst Wohnmobilfahrer.“

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