Weihnachtsgeschäft in Fußgängerzone soll nicht beeinträchtigt werden

Woolworth in Korbach: Abriss erst im Januar

Der geplante Neubau des Woolworth-Gebäudes in der Bahnhofstraße in Korbach. Die Grafik zeigt die Ansicht von der Fußgängerzone aus.
+
Der geplante Neubau des Woolworth-Gebäudes in der Bahnhofstraße in Korbach. Die Grafik zeigt die Ansicht von der Fußgängerzone aus.

Der Abriss des Woolworth-Komplexes in der Korbacher Bahnhofstraße beginnt es im Januar. Darauf hat sich die Stadt mit dem Investor geeinigt. Der von Corona gebeutelte Einzelhandel in der Fußgängerzone solle im Weihnachtsgeschäft nicht noch weiter durch Bauarbeiten belastet werden, erläuterte Axel Funke, Vorstandsvorsitzender der Fokus Development, im Haupt- und Finanzausschuss.

Korbach – Die Duisburger Fokus Development plant den Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses in der Bahnhofstraße. „Die großen Flächen sind schon alle vergeben“, sagte Funke. Das Unternehmen ziele auf ein langfristiges Engagement in Korbach: „Wir wollen die Immobilie in unserem Bestand halten“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Fokus Development habe keinen Kapitalpartner, der eine hohe Rendite fordere. Funke: „Wir sind keine Bodybuilder, die sich kurzfristig aufpumpen, sondern Ausdauersportler.“

Die Ausschüsse haben bereits einstimmig dem Bebauungsplan für das Areal zugestimmt. Die Stadtverordneten entscheiden am Donnerstag. Im Vorfeld der Sitzungen hatte es Kritik einiger Anlieger an dem Vorhaben gegeben. Das Problem aus Sicht der Nachbarn: Das neue Gebäude soll mit den ersten beiden Geschossen weiter in die Fußgängerzone hineinragen als der Bestand. Das lasse die Nachbargebäude in ihrer Wirkung zurücktreten.

Das sieht die Stadt anders: Der neue Bebauungsplan legitimiere für alle Grundstücke planungsrechtlich eine „moderate bauliche Ausdehnung“ in die Bahnhofstraße. Durch das Bauprojekt würden die vor- und rückspringenden Fassaden einschließlich der Schaukästen zugunsten einer einheitlichen Bauflucht aufgegeben. Damit gehe eine „städtebauliche Raumwirkung“ einher. Geändert wurde unterdessen eine Passage, die einer Spielhalle lediglich Bestandsschutz gewährte. Der Eigentümer sah dadurch die Entwicklungsmöglichkeiten seines Betriebs in existenzbedrohender Weise eingeschränkt. In der neuen Fassung sind Vergnügungsstätten wie Spielhallen nun „ausnahmsweise zugelassen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare