Korbach:

Wunderkerzenmeer in der Nikolaikirche

- Korbach. Das große Benefizkonzert des Waldeckischen Sängerbundes mit dem Berliner Straßenchor war ein voller Erfolg – musikalisch und auch finanziell.

5500 Euro beträgt der Reinerlös, von denen 2500 zur Weiterführung des Chorprojekts beitragen, mit denen Menschen nicht nur von der Straße geholt werden, sondern auch zeigen können, was wirklich in ihnen steckt. „Wir wollen kein Mitleid, sondern Respekt“, erklärt Projektleiter Stefan Schmidt, der seinerzeit sprichwörtlich Menschen auf der Straße angesprochen hatte. Und der individuelle Look der Mitglieder von strengem Gothic-Style bis zur spontanen Kombination aus den unterschiedlichsten Gattungen gehört zum Stil dieses Berliner Ensembles, das sich optisch damit ein wenig von den klassischen Chören abhebt. 170 Jahre Chorgesang Im Verlauf des Programms berichtete der Initiator auch von seiner ersten Probe, an deren Ende er sich nicht sicher war, ob es je eine zweite geben würde. Inzwischen haben viele seiner Sänger über ihr Engagement im Chor wieder eine Wohnung gefunden und auch Arbeit. Denn das Projekt für ein neues Selbstbewusstsein hat die vielfältigsten Auswirkungen auf das Leben, neben allen musikalischen Erfolgserlebnissen. Zwei seiner Sänger fanden im Verlauf der Tournee auf einer Hallig eine Stelle, darunter der Solist für Udo Lindenbergs „Wenn du durchhängst“, infolgedessen konnte in Korbach ein anderes Talent zeigen, was in ihm steckt. Mit „Kompliment“ von Sportfreunde Stiller hatte der etwas andere Chor auch ein Lieblingslied von Schirmherr Reinhard Kubat im Programm, der sich über eine so volle Nikolaikirche freute. „Musik verbindet“, meinte der Landrat im Verlauf seines Rückblicks auf über 170 Jahre Chorgesang in Waldeck.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 26. September.

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