Eimelroder Naturkindergarten besteht seit 20 Jahren

„Wurzel-Zwerge“ feiern großes Fest

Die Kindergartenbesucher mit Kindergartenleiterin Manuela Raupach (rechts) sowie Sandra Droß (vorn links) und Sarah Pohl (hinten links). Fotos: Ulrike Schiefner

Willingen-Eimelrod - Der Eimelroder Naturkindergarten „Wurzel-Zwerge“ besteht seit 20 Jahren. Der runde „Geburtstag“ wird am Sonntag, 25. Mai, im großen Rahmen gefeiert.

Kindergartenleiterin Manuela Raupach und Erzieherin Sandra Droß, die beide von Anfang an dabei sind, haben in den letzten Tagen in Erinnerungen gekramt. Die kleinen Jungen und Mädchen, die auf den ersten Fotos in die Kamera lächeln, sind längst erwachsen. Diverse Zeitungsausschnitte rufen besondere Aktionen ins Gedächtnis.

Die gemeindlichen Gremien fassten 1992 den Beschluss, die frühere Eimelroder Kleinschwimmhalle zum Kindergarten umzubauen. Das Vorhaben wurde insbesondere vom damaligen Ortsvorsteher Heinz Behle (†) vorangetrieben.

Knapp 200 Kinder betreut

Der erste Spatenstich erfolgte am 16. April 1993. Am 25. Juni desselben Jahres wurde Richtfest gefeiert und im Dezember wurde der Kindergarten fertiggestellt. Die offizielle Einweihung fand im Januar 1994 statt. Im Lauf des Jahres wurden dann noch die Außenanlagen geschaffen. Die Baukosten beliefen sich damals auf 1070000 Mark. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg beteiligte sich mit einem zehnprozentigen Zuschuss, das Land Hessen gewährte der Gemeinde eine Beihilfe in Höhe von 407000 Mark.

Seit Herbst 1999 arbeitet der Kindergarten teiloffen. In den ersten Jahren wurden Kinder ab drei Jahren aufgenommen. Zum 1. November 2001 wurde die Altersgrenze auf zwei Jahre heruntergesetzt. Seit August 2013 werden Kinder ab einem Jahr betreut. Im Lauf der 20 Jahre haben knapp 200 Jungen und Mädchen den Kindergarten besucht. Aktuell gibt es zwei Gruppen mit insgesamt 30 Kindern, von denen fünf jünger als drei Jahre sind. Zum Team gehören die Erzieherinnen Manuela Raupach, Sandra Droß, Sarah Pohl, Irina Remchen, Ronja Schüngel und Melanie Küthe sowie Praktikantin Justina Stenzel.

Zu den herausragenden Veränderungen zählte nicht nur die zweimalige Herabsetzung der Altersgrenze, sondern auch die Umwandlung in einen Naturkindergarten. Von 2004 bis 2006 wurde das Außengelände entsprechend umgestaltet. Geschaffen wurden Wasserlauf und Feuerstelle, Weidenhäuser, Berg und Tunnels, Hochbeete, Barfußpfad, Kräuterspirale und Naschecke.

Rühriger Förderverein

Das Kindergarten-Team freut sich über die Unterstützung des 2005 gegründeten sehr rührigen Fördervereins, der teilweise gemeinsam mit der Elternschaft vielfältige Aktionen veranstaltet. Dazu gehören die Organisation von Basaren und des Spielraumtheaters, die Durchführung von Ausflugsfahrten und des Kinderkarnevals, die Pflege des Außengeländes, aber auch Sachspenden wie Spielhaus, Sinneshöhle, Sofa und vieles mehr.

Als besondere Veranstaltungen und Aktionen des Kindergartens nennen Manuela Raupach und Sandra Droß unter anderem die Besuche des Indianers Capa Nivang, Herbst- und Weihnachtsbasare, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern im Stall und im Wald, Singen für Senioren, Mitgestaltung von Gottesdiensten, Kochen für die Stiftung „Bärenherz“, einen Wellnesstag für Mütter und einen Aktionstag für Väter sowie den 2012 erstmals veranstalteten großen Weihnachtsmarkt.

Ein Blick nach vorn: Im August übergibt die politische Gemeinde den Eimelroder Naturkindergarten „Wurzel-Zwerge“ ebenso wie den Willinger Kindergarten in kirchliche Trägerschaft. Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr sind noch möglich (Telefon 7825). Aufgenommen werden Kinder ab einem Jahr. Es wird eine Betreuung von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr (mit Mittagessen) angeboten.

Von Ulrike Schiefner

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