Diemelsee:

Zeitarbeiter schuften in der Unterwelt

- Diemelsee-Adorf. Hartz-IV-Kritiker Guido Westerwelle hätte an einem Besuch der Adorfer „Grube Christiane“ Freude. Zwei ehemalige Arbeitslose unterstützen als Zeitarbeiter die Knappen bei der Sanierung des Besucherbergwerks.

Eine rote Fahrspur zieht sich vom Eingang der Grube durch den Schnee bis auf den gegenüberliegenden Parkplatz. Schubkarre für Schubkarre türmen Sven Björn Nebel (Mengeringhausen) und Alexander Engel (Adorf) dort dicke Brocken des rötlich schimmernden Erzgesteins auf. Den überflüssigen Schutt aus dem Stollen zu transportieren, verlangt den Männern einiges ab. „Ich freue mich einfach, Arbeit zu haben“, betont Nebel, während er in der Adorfer Unterwelt die Spitzhacke ansetzt, um das Gestein zu lösen. Nichts sei schlimmer, als tatenlos zu Hause herumzusitzen. Außerdem entspreche diese Arbeit genau seinen Fähigkeiten, ergänzt der junge Mann, der wie sein Kollege längere Zeit ohne Job war und über eine Zeitarbeitsfirma nach Diemelsee kam. „Und in der kurzen Zeit, in der ich hier arbeite, habe ich schon eine Menge über die mehr als 800-jährige Adorfer Bergbaugeschichte erfahren“, berichtet Nebel – fasziniert von der etwas anderen Arbeitsstelle unter Tage.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 19. Februar.

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