Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Korbach wird ab 1. April neu organisiert · Einheitliche Rufnummer

Zentraler Notdienst am Krankenhaus

+
Zentrale für den ärztlichen Notdienst: Das Stadtkrankenhaus soll ab 1. April Anlaufstelle für Patienten aus Korbach und Umgebung werden, wenn die Hausarztpraxen geschlossen haben – etwa nachts, an Wochenenden und Feiertagen.

Korbach. - Der ärztliche Bereitschaftsdienst in Korbach soll neu organisiert werden: Anlaufstelle für Kranke wird ab 1. April nachts, an Wochenenden und Feiertagen voraussichtlich eine zentrale Notdienstpraxis am Stadtkrankenhaus sein.

In einer ersten Welle hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) zum Beginn des neuen Jahres bereits den ärztlichen Notdienst in den Regionen rund um Frankenberg, Bad Wildungen sowie Bad Arolsen umgekrempelt und dort Bereitschaftsdienstzentralen an den Kliniken aufgebaut, in denen Hausärzte nach Praxisschluss für die Patienten da sind. Telefonisch ist der Notdienst über eine Dispositionszentrale in Kassel 24 Stunden am Tag unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116 117 zu erreichen.

Vertrag ist vorbereitet

In der zweiten Welle ab 1. April wird auch die Stadt Korbach und Umgebung dem System angeschlossen. Geplant ist, eine zentrale Notdienstpraxis am Stadtkrankenhaus einzurichten. „Es ist noch nicht zu 100 Prozent fix. Im Moment haben wir noch keinen Vertrag mit dem Krankenhaus geschlossen, es laufen aber Gespräche“, erklärte gestern Karl Matthias Roth, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, auf Nachfrage der WLZ-FZ. „Dass die Notdienstpraxis zu uns kommt, ist klar. Nur die Räumlichkeiten stehen noch nicht fest“, sagte Claudia Schneider, Sprecherin des Korbacher Krankenhauses.

Vorteil für die Patienten in Korbach: Sie müssen ab 1. April nicht mehr ständig nachschauen, wer der notdiensthabende Arzt ist und wo sie hin müssen und sich nur noch eine Telefonnummer merken. Die Hausärzte im künftig größeren Notdienstbezirk werden weniger Bereitschaftsdienste übernehmen.

Die Hausärzte in Diemelsee, Willingen und Diemelstadt sind unterdessen weiterhin dem ärztlichen Notfalldienst in Westfalen-Lippe angeschlossen. „Hier wird es vorerst bei den bewährten Strukturen bleiben“, sagte KVH-Sprecher Roth. Für die Willinger bleibt die Anlaufstelle somit in der Regel Brilon, für die Diemelseer Marsberg und für die Diemelstädter Warburg. „Grundsätzlich haben die Patienten aber die freie Wahl, welche Praxis sie besuchen“, erklärte Roth. Wer beispielsweise aus Flechtdorf kommt, muss also nicht 22 Kilometer weit bis ins St.-Marien-Hospital nach Marsberg fahren, sondern kann ab 1. April auch den kürzeren Weg ins Korbacher Stadtkrankenhaus nehmen.

Patienten, die wissen wollen, welche Notdienstpraxis für ihren Wohn- oder Aufenthaltsort zuständig ist, können sich online unter www.kvhessen.de über den Button „Bereitschaftsdienst“ informieren. (lb)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare