Arbeiten für den Bau der neuen Fahrzeugwerkstatt der Kurhessenbahn beginnen

Züge werden in Korbach wieder fit gemacht

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So soll es zur Eröffnung Ende 2018 aussehen: Im Vordergrund ist die Fahrzeugwerkstatt samt Büro- und Sozialgebäuden zu sehen, weiter hinten die Reinigungsanlage für die Züge.

Korbach. Die Kurhessenbahn hat am Freitag in Korbach den Grundstein für den Bau der neuen Fahrzeugwerkstatt gelegt. In der Werkstatt, die gegenüber des Containerbahnhofs und der Lagerhalle der Spedition Brass im Industriegebiet nahe des Korbacher Hauptbahnhofs entsteht, sollen Reparaturen und Instandsetzungen von Zügen sowie der Tausch von Radsätzen, Drehgestelle, Motoren, Getriebe und weiteren Teilen durchgeführt werden. Die Eröffnung ist für Ende 2018 geplant. 

„Durch die eigene Werkstatt wird die Fahrzeuginstandhaltung sowohl in zeitlicher, wie auch in qualitativer Hinsicht deutlich verbessert“, sagte Hans-Martin König bei der offiziellen Grundsteinlegung, zu der am Freitag auch Vertreter der Kurhessenbahn, des NVV und aus den Reihen der Politik per organisierter Bahnfahrt in die Hansestadt gekommen waren.

Neben der Fahrzeugwerkstatt wird auch eine Außenreinigungsanlage gebaut, damit das äußere Erscheinungsbild der Züge ebenfalls verbessert wird. Bei der von der Kurhessenbahn organisierten Bahnfahrt zum Ort der Grundsteinlegung wurde am Freitag auch ein Zug der neuen Generation aus der Baureihe 642 vorgestellt. Diese Fahrzeuge werden nach und nach die derzeitigen Züge der Kurhessenbahn ablösen.

„Der Zug, mit wir heute nach Korbach gefahren sind, ist einer, der bereits seit 15 Jahren in Betrieb ist. Er wurde, wie das auch bei den anderen Zügen der Fall sein wird, komplett überholt und nach den neuen Anforderungen umgebaut“, berichtete König. Diese Vorgehensweise sei kostengünstiger als der Neubau eines Zuges, habe am Ende aber den gleichen Effekt. „Die Züge sind wie neu. Es handelt sich bei den Zügen konkret um Fahrzeuge mit ausgeweiteter Niederflurtechnik, die einen barrierefreien und bequemen Einstieg ermöglichen“, sagte König.

Zu der neuen Generation: Damit kamen die Gäste auf Einladung der Kurhessenbahn zur Grundsteinlegung nach Korbach. Foto: Daum

Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich lobte die Entscheidung der Kurhessenbahn, die Werkstatt in der Kreisstadt zu errichten. Er sprach auch davon, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg ein Glücksfall für Korbach gewesen sei.

Landrat Dr. Reinhard Kubat erinnerte in diesem Zusammenhang an das hessenweite Schülerticket, mit dem junge Menschen nun zum Teil kostenlos oder für 365 Euro im Jahr uneingeschränkt den ÖPNV nutzen können. „Das wird sich auch positiv auf den Landkreis und auf Korbach auswirken“, sagte er.

Steffen Müller vom NVV sagte, dass sich mit Blick auf Waldeck-Frankenberg die Räder auch in Zukunft weiterdrehen werden. Die Taktung der Züge solle weiter verringert werden. 

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