Mauser setzt mit Design-Möbeln neue Akzente in der Wohnwelt

Zurück in die Zukunft

Korbach - Mit edlem Design will Mauser neue Lebensräume erobern. Elegante Stahlmöbel auch für die heimischen vier Wände - ob Wohnzimmer, Galerie oder Büro.

Nein, „element.x“ ist kein neues Medikament. Stahl zergeht auch nicht auf der Zunge. Aber irgendwie scheint dieses Produkt aufputschende Wirkung zu haben, Adrenalin zu versprühen - und noch dazu das Erbgut zu stärken. „Wir wollen unsere DNA lebendig machen“, unterstreicht Dr. Martin Sagel fast schwärmerisch.

Die Zuversicht des Chefs im Mauser-Werk kommt nicht von ungefähr. Denn die Korbacher schicken sich an, mit einer Mixtur aus Klassikern und aktuellem Design exklusive Lebenswelten mitzugestalten.

Billig waren die Mauser-Produkte nie. Die Stahlschränke und Büro-Systeme sind schier unverwüstlich. Und nicht erst mit Entwürfen des namhaften italienischen Industriedesigners Michele de Lucchi aus den 1990er-Jahren war Mauser auch für Wohnbereiche und Vorstandsetagen hoffähig geworden. Schließlich produzierte Mauser ehedem auch den legendären Freischwinger-Stuhl aus der Bauhaus-Ära. Doch für Stahlmöbler blieb es immer schwierig, anerkannt wohnliches Ambiente zu schaffen. „Jetzt aber haben wir den Sprung gewagt ins Home-Living“, schildert Sagel: „Am Markt für desgin-interessierte Käufer.“

Dazu gehört als neues System das „element.x“. Würfel und längliche Quader als Grundelemente lassen sich in einer unendlichen Vielfalt gestalten - als Raumteiler, als Stauraum, als Tisch, als Wandablage, für die Bibliothek oder als Wohnskulptur mitten im Raum. Geliefert wird das Modulsystem in unterschiedlichsten Farben.

Der Name „element.x“ leitet sich dabei ab aus der Konstruktion: Wer die Elemente neben- und übereinander zusammenfügt, erkennt an den Kreuzpunkten ein „X“.

Neu aufleben lässt Mauser parallel dazu ein Schmuckstück Baujahr 1954 - den „Tonnenschreibtisch“, den Besucher aus nah und fern etwa im Korbacher Museum bewundern. Der noble rote Schreibtisch aus dem Museum ging für Mauser zuletzt sogar auf Reisen zwischen London und Dortmund, um das Publikum in Staunen zu versetzen. Nach 60 Jahren ist dieser Schreibtisch von zeitloser Eleganz bei Mauser wieder neu zu haben: jedes Stück in Handarbeit und mit persönlicher Gravur für den Kunden.

Dortmund hat für Mauser derweil besondere Bedeutung. Ende Mai hat „Stilwerk“ hier neu eröffnet, ein Shop-in-shop-Haus für hochwertige Wohnmöbel, Hifi und Accessoires. Im Reigen von noblen Marken wie Cassina, Knoll und Bang&Olufsen hat auch Mauser den Raum erobert - ob Tonnenschreibtisch oder „element.x“.

„Unsere Motoren laufen auf Hochtouren“, betont Sagel. Dazu passt auch der Großauftrag beim Umbau der Sparkasse Vest in Recklinghausen, die Mauser mit maßgeschneiderten Einrichtungssystemen ausgestattet hat.

Hintergrund

Die „Mauser Einrichtungssysteme“ in Korbach gehören zur Unternehmensgruppe Vauth-Sagel mit Sitz im westfälischen Brakel. Das Werk in Korbach hat rund 250 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund 25 Millionen Euro Umsatz. Inklusive des Werks in Beverungen addiert sich der Umsatz auf rund 34 Millionen Euro. In Beverungen produziert Vauth-Sagel unter der Marke „MauserCare“ Ausstattungen für Pflege- und Reha-Einrichtungen. Die Produktpalette in Korbach reicht von Büro- und Wohnmöbeln über Werkstattprodukte bis zu Lager- und Archivsystemen. Im laufenden Jahr will Mauser in Korbach rund zwei Millionen Euro in neue Maschinen investieren.

Von Jörg Kleine

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