25. Frühjahrskonzert des Spielmanns- und Musikzugs Adorf

500 Zuschauer rufen nach Zugaben

Adorf - Im Frühjahr gibt‘s was auf die Ohren – und das seit einem Vierteljahrhundert: Der Spielmanns- und Musikzug Adorf hat am Samstag bei seinem 25. Frühjahrskonzert das Publikum von den Stühlen gerissen – mal wieder.

Stehender Applaus, laute Zugabe-Rufe und 500 zufriedene Zuschauer: Das Rezept funktioniert auch nach 25 Jahren noch. Mit dem, was sie am besten können, nämlich mit druckvoll-knackiger Blasmusik aller Stilrichtungen, haben die Adorfer Spielleute ihr Publikum in der Dansenberghalle von den Stühlen gerissen. Fast drei Stunden Programm boten die Musiker bei ihrem Frühjahrskonzert – das konzentrierte Ergebnis langer Proben in den Wintermonaten. Dabei hätte das erste Konzert im Jahr 1990 eigentlich eine einmalige Sache sein sollen, wie Vorsitzender Matthias Arnhold aus dem Nähkästchen plauderte: „Aber Musiker und Publikum hatten so viel Spaß daran.“ Und so bietet der Spielmanns- und Musikzug seinem Publikum nun in jedem Frühjahr Frisches aus seinem Repertoire. „Neues neben Bewährtem, das Bewährte aber in vollerem Klang“, versprach Dirigent Stefan Klemme den Zuschauern in der mit Blumen und Schmetterlingen aus buntem Tonpapier geschmückten Halle. Den Auftakt übernahm das „Jugendorchester Klein“ mit den Kindern und Jugendlichen, die ihre musikalische Ausbildung im Verein gerade erst begonnen haben. Die Größeren folgten mit dem effektvollen Marschpotpourri „Parade of Glory“ und dem kontrastreichen Stück „Pasadena“. Ein mächtiges Volumen mit trotzdem fein austarierter Dynamik legten anschließend Spielmanns- und Musikzug gemeinsam als großes Orchester an den Tag, das mit „Blaze Away“ den Funken beim Publikum zündete. Sinfonisch machte der Musikzug weiter und bot etwa mit dem Stück „Oregon“, das eine Zugfahrt durch den US-Bundesstaat beschreibt, Kino für die Ohren. Vielfalt bewies auch der Spielmannszug mit Stücken wie „Latin March“ oder Abbas „Honey, Honey“. Allem, was nicht niet- und nagelfest ist, entlockte die „Adorfer Knüppelmusik“ mitreißende Rhythmen: Selbst Hocker und Feuerwehrhelme waren vor den flinken Fingern und den Trommelstöcken der Musiker nicht sicher. Mehrfach waren die einzelnen Gruppen des Vereins am Abend noch zu hören. Ehrungen standen vor der Pause auf dem Programm: Für 50 Jahre aktives Musizieren bekam Friedrich Fisseler die Ehrennadel in Gold mit Diamant und den Ehrenbrief der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. Fisseler war lange Jahre Vorsitzender des Vereins, unter seiner Ägide wurde auch der Musikzug gegründet. Kreisstabführer Christian Engelbracht überreichte die Auszeichnung. Ehrungen gab es auch für die Dirigenten Stefan Klemme und Frank Bigge. Ihre Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen erhielten Alexa Gumbrich, Christina Pohlmann, Madleen Becker, Luisa Zölzer und Svenja Röse (alle D1-Lehrgang) sowie Michael Schlüter und Luisa Pohlmann (D2).Nach dem Konzert ist vor dem Konzert: Die Musikvereinigung „Juliana“ aus Den Ham ist vom 16. bis 18. Mai zu Gast. Der Besuch wird mit einem Freundschaftskonzert am 16. Mai in der Schützenhalle in Rhenegge gekrönt. Schon am 27. April lädt der Verein zum Schnuppertag ins Adorfer Feuerwehrhaus ein und wirbt dort um Nachwuchs.

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