Förderung: Rotarier begrüßen neue Oststipendiaten in der Korbacher Stadthalle

Zwei Semester in Nordhessen

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Die nordhessischen Rotarier begrüßen ihre Stipendiaten (v.l.): Balázs Jagsice, Gudrun Dietrich, Bayanjargal Bumtsend, Gitta Kitz-Trautmann, Bernadett Siman, Liina Nurk, Aliaksei Paluyan und Reinhard Wiskemann.

Korbach - Fünf neue Stipendiaten aus Weißrussland, der Mongolei, Estland und Ungarn haben die nordhessischen Rotarier am Montag in der Korbacher Stadthalle begrüßt.

Zwei Semester lang werden sie in Deutschland studieren, finanziert durch das rotarische Oststipendiaten-Programm. Mit jeweils 7200 Euro greifen ihnen die nordhessischen Rotary-Clubs unter die Arme. Ganz ohne Gegenleistung gibt es die Förderung nicht: Die Stipendiaten kommen als „Botschafter des guten Willens”. Sie werden an ihrer Gast-Universität Vorträge halten und dort auch am Leben des heimischen Rotary-Clubs teilnehmen. „Nach jedem Semster müssen sie Nachweise über die besuchten Lehrveranstaltungen vorlegen“, erklärte Gitta Kitz-Trautmann, Koordinatorin des nordhessischen Oststipendiaten-Programms.

Assistant Governor Reinhard Wiskemann (Homberg/Efze) begrüßte die fünf Studenten: Aliaksei Paluyan (Weißrussland) studiert Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Film und Fernsehen an der Kunsthochschule in Kassel. Seine mongolische Kommilitonin Bayanjargal Bumtsend (Mongolei) studiert Wirtschaftswissenschaften und spezialisiert sich dabei auf das Thema Umwelt - bewegt von den großen Umweltschäden durch die Rohstoffausbeutung in der Wüste Gobi.

Liina Nurk (Estland) wiederum arbeitet bereits an ihrer Dissertation und wird an der Außenstelle Witzenhausen der Universität Kassel zum Thema „Erzeugung von Biogas aus landwirtschaftlichen Produkten“ forschen. Ein Stipendium haben außerdem Balázs Jagsice und Bernadett Siman (beide Ungarn) erhalten, die beide Germanistik an der Philipps-Universität in Marburg studieren.

In kurzen Präsentationen stellten die Studenten sich, ihr Land und ihr Studienfach vor. „Das ist das beste Jahr, das man für lange Zeit hat“, machte Dr. Christian Lüders, Präsident des gastgebenden Rotary-Clubs Korbach-Bad Arolsen, Appetit auf das Auslandsjahr. Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich betonte, dass das Stipendienprogramm eine „Vielfalt an Kulturen und Eindrücken“ vermittele.

Als Gastredner berichtete außerdem Uwe Kayser vom Rotary-Club Neandertal über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit Weißrussland. Für die musikalische Umrahmung sorgte Torben Schott (Goddelsheim) am Flügel. Auch seine künstlerische Ausbildung wird schon seit einigen Jahren vom Rotary Club Korbach-Bad Arolsen finanziell unterstützt.

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