Anfang und Ende des Korbacher Parkdecks

Zwischen den Mauern

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Im Hinterhof der alten Post setzte die Stadt Anfang 1976 den Grundstein fürs Parkdeck. Am 17. Novvember 1976 wurde das Parkdeck an der Kalkmauer dann eröffnet.Foto: Stadtarchiv

Korbach - Zwischen Berndorfer Tor und Kalkmauer wandelt sich das Korbacher Zentrum gründlich. Vor rund 40 Jahren erlebte die Hansestadt eine ganz ähnliche Szenerie.

Tabula rasa machte die Stadt 1976 im Hinterhof der alten Post. Mit Blick aufs Berndorfer Tor - damals noch Rondell - entstand das Parkdeck an der Kalkmauer. Im November 1976 ging der Betonbau in Betrieb. Zugleich eröffnete die Hansestadt im Sommer 1976 das erste Teilstück der Fußgängerzone in der Prof.-Bier-Straße.

40 Jahre später ist das Parkdeck wieder flachgemacht, die Innenstadt wird an der Nahtstelle von Kalkmauer und Berndorfer Tor abermals ihr Gesicht gründlich wandeln. Statt Betondecks entstehen knapp 100 ebenerdige Parkplätze, die mit Pergola, Bäumen und Büschen eingefasst werden sollen. Mit einer Breite von 2,65 Meter sollen die Stellplätze überdies deutlich komfortabler werden als im engen früheren Betonbau.

Die Parkplätze liegen genau im Ring der beiden historischen Stadtmauern, die am Berndorfer Tor großflächig durchbrochen wurden. Die Mauer endet heute an der Mündung der Bunsenstraße zum früheren Parkdeck. Greifbar wird der doppelte Mauerring erst wieder oberhalb der Fußgängerzone am Amtsgericht und am Wollweberturm im „Grüngürtel“.

Genau die Linie der inneren Mauer will die Stadt beim Bau des neuen Parkplatzes künftig symbolisch sichtbar machen. Ein hell gepflasterter Streifen mit Bänken, Büschen und einem LED-Lichtband soll den Verlauf der alten Stadtmauer aufgreifen und bis zur Fußgängerzone am Berndorfer-Tor-Platz weiterführen.

Von Jörg Kleine

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