Sirene, Radio, Batterien

Alarmkette in Lichtenfels – 2022 wird Alarmierung digitalisiert

Feueralarm wird in den Lichtenfelser Ortsteilen aktuell über Sirenen gegeben. Sie funktionieren auch bei Stromausfall noch über eine gewisse Zeit, erklärt Stadtbrandinspektor Klaus Debus. Symbolfoto: Jens Büttner
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Feueralarm wird in den Lichtenfelser Ortsteilen aktuell über Sirenen gegeben. Sie funktionieren auch bei Stromausfall noch über eine gewisse Zeit, erklärt Stadtbrandinspektor Klaus Debus. Symbolfoto: Jens Büttner

Wie funktioniert die interne Alarmkette in Lichtenfels, und wie ist sichergestellt, dass alle Einwohner im Katastrophenfall rechtzeitig gewarnt werden?

Lichtenfels – Die jüngste Starkregenkatastrophe hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Lichtenfelser Stadtparlament veranlasst, eine kleine Anfrage an den Magistrat zu stellen. „Es hat sich gezeigt, wie überlebenswichtig eine funktionierende Alarmkette im Katastrophenfall ist,“ erklärte Fraktionsvorsitzende Ursula Müller am Dienstagabend bei der Sitzung der Stadtverordneten die Anfrage, auf die Stadtbrandinspektor Klaus Debus Antworten hatte.

Die Alarmketten seien vom Land Hessen vorgegeben, auf die jeweiligen Kommunen individuell abgestimmt und bei den Leitstellen hinterlegt. Jeweils vier Ortsteilwehren würden im Alarmfall in Lichtenfels-Süd oder -Nord automatisch von der Leitstelle Waldeck-Frankenberg alarmiert.

In Lichtenfels könne aktuell nur Feueralarm gegeben werden über die Sirenen, die in jedem Stadtteil installiert sind und jeden 2. Samstag im Monat in der Zeit zwischen 12 und 12.15 Uhr auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden. Feueralarm wird mit einem drei mal zwölf Sekunden langen Dauerton gegeben.

Wenn im kommenden Jahr auf digitale Alarmierung umgestellt werde, sei auch eine „Warnung“ mit einem auf- und abschwellenden Ton sowie eine „Entwarnung“ mit einem Dauerton von einer Minute möglich.

Deutschlandweit einsetzbar wären auch Smartphone-Warn-Apps, die über Katastrophen vorwarnen; über Radio und Fernsehen würden ebenfalls Gefahren mitgeteilt. Gegebenenfalls müssten Megaphone eingesetzt werden, um die Bevölkerung vor Ort zu warnen.

Auf die Frage wie gewährleistet sei, dass jeder Einwohner weiß, was im Akutfall zu beachten sei, sagte Debus: „Es muss sich jeder selbst informieren und Vorsorge treffen. Jeder muss selbst dafür sorgen, dass er genügend Wasser vorrätig hat, genügend Batterien und ein mit Batterien betriebenes Radio – für den Fall, dass der Strom ausfällt“. Wenn auf digitale Alarmierung umgestellt wird, sollen die Lichtenfelser über die Homepage der Stadt und Flyer im Detail informiert werden, betonte der Stadtbrandinspektor. (Von Marianne Dämmer)

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