Grüne wollen Service mit Karte und Schildern verbessern

Alle Radwege in Lichtenfels erfassen

Radfahren, Lichtenfels
+
Radfahren ist beliebt: Das Thema beschäftigt auch die Stadtverordneten des Lichtenfelser Parlaments.  

Ein flächendeckendes Netz an Radwegen durch Lichtenfels ausschildern und in einer Karte zusammenfassen – das beantragten die Grünen bei der Sitzung der Stadtverordneten.

Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig, das Thema in ihren Ausschüssen zu beraten.

In der Corona-Krise seien viele aufs Rad umgestiegen, sagte Sandra Rauch in ihrer Antragsbegründung. Aber die Stadt habe beim Wegenetz „Nachholbedarf“. Sie schlug vor, alle Rad, Wander-, Feld- und Waldwege in der Stadt zu erfassen und je nach Beschaffenheit der Wege farbig gekennzeichnet auf einer Karte zusammenzustellen. 

Dort könnten auch weitere, gerade für Touristen wichtige Informationen wie Sehenswürdigkeiten oder gastronomische Angebote festgehalten werden. Auch die Routen wie der „Lichtenfelser Rundwanderweg“ LR1 und die „Tälertour“ LR3 sollten dort verzeichnet werden.

Anbindung an Radwege der Nachbarkommunen

Außerdem müssten weitere Wegweiser aufgestellt werden, erklärte Rauch. Und die Wege sollten ans Netz der Nachbarkommunen angebunden werden. Rauch verwies auf die Fördermöglichkeiten von Bund, Land und Kreis. Das Wegenetz auszuweisen sei auch ein Beitrag zur Energiewende. Mit wenig Geld lasse sich viel für die Lichtenfelser und den Tourismus herausholen. Die Kosten seien nicht so hoch wie beim geplanten „Grenztrail“, der durch den Kreis und Teile Westfalens führen soll. „Den Grenztrail braucht es nicht“, befand sie.

„Sich mit dem Radwegenetz zu beschäftigen, begrüße ich“, sagte Bürgermeister Henning Scheele. „Wir haben mehr Radtourismus“, und mit dem E-Bike seien Regionen besser zu erreichen. Aber er warnte davor, den „Grenztrail“ außen vor zu lassen, beide Punkte müssten zusammen betrachtet werden. Bei dem Projekt seien alle Nachbarkommunen und die westfälischen Nachbarn dabei. Auch die Stadt Lichtenfels sollte sich damit befassen. Die Stadt müsse schon für sich planen, aber das Netz müsse „zusammen realisiert“ werden. „Das sind zwei verschiedene Sachen“, entgegnete Dorli Rauch. Der „Grenztrail“ sei ein touristisches Projekt, „wir wollen Verbindungen innerhalb der Stadt.“

Es gebe schon festgelegte und durchgehend beschilderte Radwege, merkte der Fraktionschef der CDU, Eckhard Schnatz, an. Auch sein FDP-Kollege Friedhelm Emde verwies auf bestehende Markierungen. Alles weitere beraten die Ausschüsse. (Dr. Karl Schilling)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare