Kirche investiert rund 600.000 Euro für Neubau

Baustart für Goddelsheimer Pfarrhaus

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Mit dem Bau des neuen Pfarrhauses in Goddelsheim wurde begonnen: (von links) Karl-Heinz Oppermann vom Kirchenvorstand, Ingenieur Adam Willi Finger, Dekanin Eva Brinke-Kriebel und Helmut Wolf, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung.  

Lichtenfels-Goddelsheim – Die Arbeiten für den Bau des neuen Pfarrhauses hinter der Kirche in Goddelsheim haben begonnen. Möglichst noch im laufenden Jahr sollen sie abgeschlossen werden

Das erklärt der zuständige Architekt, Adam Willi Finger aus Frankenberg, auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung.

Das Haus wird 150 Quadratmeter Wohnfläche erhalten, dazu ein Amtszimmer, das rund 40 Quadratmeter groß ist. Es werde in solider Bauweise nach den Richtlinien der Energiesparverordnung erstellt, geheizt werde über eine Luft-Wärmepumpe, erklärt der Diplom-Ingenieur.

Rund 600 000 Euro investiert die Kirche in den Neubau ohne gehobene Ausstattung. 35 000 Euro kommen aus dem Topf für Dorferneuerung, der Rest werde aus Mitteln der Landeskirche und des Kirchenkreises finanziert, auch der Verkaufserlös des alten Pfarrhauses werde eingerechnet, sagt Dekanin Eva Brinke-Kriebel.

"Werten Standort für die Zukunft auf"

Zunächst sei auch ein Keller vorgesehen gewesen. Die hohe Baukonjunktur und deutlich angehobene Preise durch die Industrie hätten jedoch eine Umplanung nötig gemacht, sagt Adam Willi Finger: „Um im Kostenrahmen zu bleiben, haben wir unter anderem auf den Keller verzichtet. Dafür gibt es nun einen Hauswirtschaftsraum“.

Für den Neubau des Pfarrhauses hätten vor allem heimische Firmen, davon viele aus Goddelsheim, den Zuschlag erhalten, „und die Ausbaugewerke gehen jetzt noch raus“, sagt Adam Willi Finger, der die gute Zusammenarbeit mit Dekanat, Landeskirche, Kirchenvorstand sowie allen beteiligten Firmen und Stadt lobt. Ob der Zeitplan eingehalten werde, komme nun auf die Firmen an.

„Das Geld ist sinnvoll investiert“, unterstreicht Karl-Heinz Oppermann vom Kirchenvorstand. „Wir hoffen, dass die Stadt Lichtenfels das alte Pfarrhaus kaufen und als kommunikatives Zentrum nutzen kann“, betont Helmut Wolf, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung. Das alte Pfarrhaus mit großem Gemeindesaal und Grünfläche grenzt direkt an den Kindergarten an; die Stadt prüft derzeit einen Kauf (wir berichteten).

Für Dekanin Eva Brinke-Kriebel ist der Neubau des Pfarrhauses eine Botschaft für die Kirchengemeinde: „Wir werten den Standort Goddelsheim für die Zukunft auf“.

„Werten Standort für Zukunft auf“

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