Dorferneuerung in Goddelsheim

Haus Kalhöfer wird umgebaut

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Große Aufgabe: Die Arbeiten im Haus Kalhöfer, das direkt an das Goddelsheimer Dorfmuseum angrenzt, haben begonnen. Derzeit werden unter anderem Wände eingerissen. Im Obergeschoss soll das Museum eingerichtet werden, das Erdgeschoss wird zur modernen Wohnung umgebaut.   

Goddelsheim. Bei der Dorferneuerung in Goddelsheim wird das letzte  kommunale Projekt  derzeit umgesetzt: Dorfmuseum und Haus Kalhöfer werden zum Dorf-Treffpunkt umgestaltet.  

Die letzte Möglichkeit, auch für private Bauvorhaben noch Zuschüsse zu beantragen, nutzten dabei im vergangenen Jahr noch Mal viele Hausbesitzer. „Die privaten Maßnahmen haben zum Endspurt richtig angezogen“, sagt Bürgermeister Uwe Steuber.

53 private Anträge 

Bis zum 30. September hatten Hausbesitzer die Möglichkeit, Anträge einzureichen. Das haben allein 2017 nochmals 19 Familien genutzt. „Bis dahin waren im gesamten Dorferneuerungs-Zeitraum 34 Anträge eingegangen“, erklärt Steuber. Das Investitionsvolumen für die insgesamt 53 privaten Maßnahmen betrage rund 5,5 Millionen Euro; der Zuschussanteil 705 000 Euro. „Sehr schön, dass so viele Private noch Mal die Chance genutzt haben, Fördergelder für dringende Arbeiten an ihren Häusern zu beantragen“, resümiert Uwe Steuber.

15 kommunale Projekte

„Auf kommunaler Seite wurden 15 Projekt mit förderfähigen Kosten in Höhe von knapp 980 000 Euro realisiert“, erklärt der Rathauschef – wobei die letzten zwei Projekt dieses Jahr umgesetzt werden: Die Gestaltung einer Grünfläche am Feuerwehrhaus (10 700 Euro) und der Umbau des Dorfmuseums und des angrenzenden Hauses Kalhöfer. „Weil die Baukosten um rund 15 Prozent gestiegen sind, rechnen wir mit Gesamtkosten in Höhe von 550 000 Euro für den Umbau des Dorfmuseums und die Schaffung von Räumen für Vereine und die evangelische Kirchengemeinde. Davon kommen 292 000 Euro aus dem Topf für Dorferneuerung“, erklärt Steuber. Die Stadtverordnetenversammlung hatte im September 2016 beschlossen, dass die Landeskirche 50 Prozent der ungedeckten Kosten, mindestens aber 100 000 Euro übernimmt. „Die finanzielle Beteiligung der Landeskirche wird gerade neu verhandelt“. sagt Steuber.

Nachdem Mitglieder des Goddelsheimer Kulturvereins das Haus ausgeräumt haben, ist derzeit eine örtliche Firma mit Abbruch- und Rückbauarbeiten beschäftigt. Auch Holz- und Stahlbauarbeiten seien bereits vergeben. Geplanter Abschluss der Arbeiten rund um den neuen Treffpunkt sei Januar 2019. Die Mitglieder des Kulturvereins werden sich tatkräftig einbringen.

Nachfolgeprogramm im Visier

„Für Steuber ist die Dorferneuerung in Goddelsheim ein voller Erfolg. „Die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Dorferneuerung und dem Ortsbeirat war sehr gut, Ideen wurden auf ein finanzierbares Maß eingeordnet“, lobt Steuber.

In der Sitzung der Stadtverordneten im Januar haben sich die Vertreter der Fraktionen einstimmig dafür ausgesprochen, sich für das Nachfolgeprogramm „Integriertes kommunalen Entwicklungskonzept“ (IKEK) zu bewerben; das Programm umfasst das gesamte Stadtgebiet. (md)

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