Corona: Neele, Jette-Marie und Manuela Knipp spenden Erlös ans Tierheim

Drei Immighäuserinnen nähen Stoffmasken wie am Fließband

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Sie nähen Gesichtsmasken am Fließband: Neele, Jette-Marie und Manuela Knipp (von links) beim Fertigen der Masken. Für das Foto haben sie ihre eigenen Masken kurz abgesetzt.   

Seit Ostern nähen Neele und Jette-Marie sowie ihre Mutter Manuela Knipp, was das Zeug hält: Corona-Masken. Den Erlös spenden sie dem Korbacher Tiermheim. 

Lichtenfels-Immighausen – Seit Ostern nähen Neele und Jette-Marie sowie ihre Mutter Manuela Knipp, was das Zeug hält: Weit über 200 Gesichtsmasken haben die drei Immighäuserinnen bereits geschaffen und für kleines Geld verkauft. Damit tun sie gleich dreifach Gutes: Sie versorgen Familie, Freunde und Bekannte mit schicken Gesichtsmasken, die seit einer Woche Pflicht sind, spenden den Erlös an das Korbacher Tierheim – und haben das gute Gefühl, mit ihrer Zeit während der Corona-Beschränkungen etwas Sinnvolles anzufangen.

Die beiden haben seit etlichen Wochen keine Schule, die Schulaufgaben werden morgens erledigt – da bleibt noch viel Zeit für anderes. „Ostern hatte ich etwas Langeweile und habe mir überlegt, zu nähen“, sagt die elfjährige Neele Knipp, die schon bestens mit Nähmaschine, Nadel und Faden umgehen kann. Es sollte aber etwas Sinnvolles sein, etwas, das auch wirklich gebraucht wird. „Also habe ich mich entschlossen, für uns vier hier zuhause einen Mundschutz zu nähen“, erklärt die junge Immighäuserin.

Schicke Stoffe

Wie das funktioniert, schaute sie von einem Video auf Youtube ab. Ihre Mutter Manuela spendierte Stoff, Garn und Gummibänder. Sie ist selbst seit vielen Jahren begeisterte Kunsthandwerkerin und stellt wohnliche Dekorationen aus Stoff her, „ich hatte also einiges im Keller und kann im Moment ja keine Märkte besuchen“, sagt sie. Gute Baumwollstoffe, die sich nicht nur heiß waschen lassen, sondern auch schick aussehen – perfekt. „Als die ersten vier Masken fertig waren, haben wir auch für Oma welche genäht. Ihr haben sie so gut gefallen, dass sie es gleich weiter erzählte,“ erklärt ihre 14-jährige Schwester Jette-Marie.

Das war der Beginn einer größeren Produktionsreihe: Weit mehr als 200 Masken haben sie inzwischen genäht. „Eine zeichnet das Schnittmuster auf, eine schneidet aus, eine näht gleich mehrere gleiche Nähte am Stück, die nächste legt die Stoffe aufeinander...“ zählt Manuela Knipp auf, wie sie möglichst viel Zeit und Aufwand sparen. Denn die Nachfrage nach den Stoffmasken wuchs weiter, als Manuela Knipp damit bei ihrer Arbeitsstelle erschien und vor einer Woche Maskenpflicht ausgesprochen wurde.

Gummibänder sind knapp

„Die ersten Masken haben wir noch mit Filtertaschen genäht, aber die sind so dicht, dass man keine Luft bekommt“, erklärt Manuela Knipp. Daher nähen sie nun mit Ober- und Unterstoff. „Inzwischen sind allerdings kaum noch Gummibänder zu bekommen, die müssen die Leute selbst reinziehen“, sagt Manuela Knipp, stolz auf ihre Kinder Neele und Jetta-Marie, die betonen: „Wir machen das, solange wir Lust und Zeit dazu haben, Anfragen kommen und Stoff da ist.“

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