Kulturverein plant wieder Kartoffelbraten im September

Eigenleistungen für Goddelsheimer Heimatstube

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Fleißige Helfer: Mit vereinten Kräften haben Mitglieder des Goddelsheimer Kulturvereins das Haus Kalhöfer am Dorfmuseum ausgeräumt. Im oberen Stockwerk soll das Museum Platz finden.  

Goddelsheim. Kartoffelbraten, Umbau des Dorfmuseums: Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung alten Kulturgutes, Reinhard Weber, bei der Jahresmitgliederversammlung zurück.

Unter Leitung von Werner Emde wurde mit zahlreichen Helfern ein Schwalbenhaus hinter dem Gewölbekeller errichtet. Auch in der Museumsscheune gab es Veränderungen: Kleinere Exponate finden jetzt auf stabilen Regalen in Augenhöhe Platz.

In zahlreichen Sitzungen und Ortsterminen wurde 2017 in verschiedenen Gremien über die Umbauarbeiten im Dorfmuseum mit dem damit verbundenen Umzug der Heimatstube diskutiert. In mehreren Arbeitseinsätzen haben Mitglieder erste Fakten geschaffen. Das Haus Kalhöfer wurde jüngst komplett geräumt, die Fotoausstellung abgebaut und deponiert.

Kartoffelbraten mit Potpourri

Die traditionelle Großveranstaltung des Vereins, das Kartoffelbraten im September, hatte die Goddelsheimer Mühlen zum Thema. Jürgen Dunkelmann aus Immighausen erarbeitete nach akribischer Recherche eine bebilderte Broschüre zu den fünf bekannten Goddelsheimer Mühlen. Sie wurde vom Kulturverein herausgegeben und bildete die Grundlage für einen von Reinhard Weber zusammengestellten Kalender und eine umfangreiche Ausstellung mit originalen Exponaten, Fotos und Infoplakaten. Sehr gut beim Publikum angekommen waren auch die Veranstaltung in der Kirche mit dem Jugendchor unter Leitung von Claudia Vach und die von Musikpreisträger Torben Schott kreierte Aufführung „Vom verbottenen Mahlen“, welche die längst vergangene Welt der Mühlen in Text, Lied und Ton wieder zum Leben erweckte. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Beiträge der Solisten Fritz Grosche und Carola Stracke.

„Das Kartoffelbraten war wieder ein Highlight des Jahres, welches über 130 Helferinnen und Helfer möglich gemacht haben!“ stellte der Vereinsvorsitzende fest. Er dankte allen Aktiven für ihr Engagement.

Auch im laufenden Jahr soll trotz der bevorstehenden Bautätigkeiten das Kartoffelbraten möglichst wieder stattfinden. Man werde etwas improvisieren müssen, da das Dorfmuseum nicht zur Verfügung stehe, so Weber. Ein Potpourri von Ausstellungen und Videovorführungen zu Themen früherer Jahre wie Molkereiwesen, Hebammen, Handwerk, Kupferbergbau, Flucht und Vertreibung soll den Gästen in der Museumsscheune dargeboten werden. Die endgültige Entscheidung über die Veranstaltung behält sich der Vorstand bis Anfang August vor.

Umzug der Heimatstube

Im Übrigen stehe das Jahr 2018 ganz im Zeichen der Umbauarbeiten betonte der Vorsitzende. Arbeitsgruppen unter Leitung von Arbeitskreismitgliedern sollen den Umzug der Heimatstube organisieren und durchführen. Darüber hinaus müsse man sich auf punktuelle Eigenleistungen im Haus Kalhöfer einstellen.

Nach dem offiziellen Ende der Sitzung erhielten Mitglieder die Möglichkeit die Räume der zukünftigen Heimatstube im Haus Kalhöfer zu besichtigen. Infoplakate und Grundrisspläne erleichterten den Überblick. (r/md)

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