Familie Schultze in Rhadern baut Hofbiogasanlage – Strom und Wärme CO2-neutral gewinnen

Energie aus hofeigener Gülle und aus Stallmist

Die Baugrube für den Fermenter auf dem Betrieb Schultze: (von links): Friedrich Schüttler (SPD), Friedhelm Emde (FDP), Lukas Wenzel, Mirco Grosche (FDP), Stadtrat Hilmar Potente, Heide Rose Barbe (beide SPD), Auszubildende Sophie Schnorbus, Ehepaar Christian und Karlis Schultze, dahinter Ralf Göbel (FDP), Frank Isken (FDP) und Stephanie Wetekam vom Kreisbauernverband Waldeck.
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Die Baugrube für den Fermenter auf dem Betrieb Schultze: (von links): Friedrich Schüttler (SPD), Friedhelm Emde (FDP), Lukas Wenzel, Mirco Grosche (FDP), Stadtrat Hilmar Potente, Heide Rose Barbe (beide SPD), Auszubildende Sophie Schnorbus, Ehepaar Christian und Karlis Schultze, dahinter Ralf Göbel (FDP), Frank Isken (FDP) und Stephanie Wetekam vom Kreisbauernverband Waldeck.

Lichtenfels-Rhadern – Die Fraktionen der FDP und SPD in Lichtenfels besichtigten am Wochenende den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Schultze in Rhadern. Anlass war der Baubeginn für eine Hofbiogasanlage.

„Besonderheit dieser Anlage mit einer elektrischen Leistung von 80 kWh ist die Tatsache, dass die Energie ausschließich aus der hofeigenen Gülle und dem Stallmist aus der Rinderhaltung erzeugt wird und damit ein Paradebeispiel für CO2-neutrale Energiegewinnung darstellt“, erklärt Friedhelm Emde (FDP).

Zusammen mit seinen Fraktionskollegen Ralf Göbel, Frank Isken und Mirco Grosche sowie Friedrich Schüttler und Heide Rose Barbe von der SPD-Fraktion und SPD-Stadtrat Hilmar Potente wie auch Stephanie Wetekam, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Waldeck, war er vor Ort, um sich von Betriebsleiterehepaar Karlis und Christian Schultze einen Einblick in die Materie geben zu lassen. Sie erklärten die Planungen, die in der Genehmigungsphase durch das Büro Denhof aus Buchenberg begleitet wurde. Kommende Woche beginnen die Betonarbeiten für den Fermenter, das Herzstück der Anlage.

Auf CO2-neutrale Energiegewinnung umstellen

Die Fraktionen von SPD und FDP im Lichtenfelser Stadtparlament haben im September einen Antrag eingebracht, die Stadt möge den Klimawandel als real existierend anerkennen und sich für Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen einsetzen. Die Eindämmung des von den Menschen verursachten Klimawandels sollte in der Politik der Stadt höchste Priorität besitzen und grundsätzlich beachtet werden. Unter anderem wird gefordert, dort auf CO2-neutrale Energieversorgung umzustellen, wo immer es möglich ist und entsprechende Projekte zu unterstützen. (red)

Das Blockheizkraftwerk, das rund 40 Prozent Strom und 60 Prozent Wärme aus dem methanhaltigen Biogas erzeugen soll, wird in einem vorgefertigten Container untergebracht. Die Wärme soll für die Beheizung des Gärbehälters und zu Heizzwecken der angrenzenden Häuser genutzt werden.

Im Frühjahr plant Familie Schultze noch ein kleines Fernwärmenetz, Anfang März 2021 soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Vor fünf Jahren wurde der Milchviehstall erweitert.

Die Mandatsträger waren beeindruckt und versprachen die weitere Unterstützung des Projektes im Rahmen ihrer Möglichkeiten. (red)

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