TV-Beitrag Samstagabend in der Hessenschau

Eskorte mit Oldtimer-Treckern im "Dollen Dorf" Neukirchen

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Was hat es mit dem „Kneipesel“ auf sich?: Vor der Kirche stellten sich die Neukirchener den Fragen des Fernsehteams. 

 Neukirchen. Seit 1995 wird bei der Hessenschau einmal pro Woche ein hessischer Ort als „Dolles Dorf“ ausgelost. Am Donnerstagabend stand „Neukirchen“ auf der Karte, die aus der Plexiglastrommel gezogen wurde.

Wie üblich lief in der Gaststätte Speicher die Hessenschau und die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. „Bei mir stand das Telefon gar nicht mehr still“, sagte Ortsvorsteher Richard Hast. Die Leute hätten sich sofort aufgemacht, um den Empfang zu planen. „Nachdem wir gezogen worden sind, da rief das HR-Team auch schon an und ist dann so gegen halb zehn angekommen“, sagt Claudia Rummel, Schriftführerin des Ortsbeirats. Man habe sich dann schnell im Waldecker Hof getroffen.

„Wir haben fünf Trecker vom Oldtimer-Club organisiert und ein Feuerwehrauto und haben die Reporter am Ortseingang empfangen“, sagte sie. Das hätten die richtig „bombig“ gefunden, dass man sie auf diese Weise eskortiert habe. Der Musikverein spielte zur Begrüßung. „Dann haben wir geknappt, das ist Brauchtum von früher, wenn jemand im Dorf heiratet, bekommt er das Knappen als Geschenk“, erklärt Rummel.

Drei Peitschen würden von Männern dabei so geschlagen, dass sie dabei schnalzten. Knapp hundert Leute seien vor Ort gewesen und hätten dazu altbekannte Lieder gesungen. Auch der „Kneipesel“ habe nicht fehlen dürfen, ebenfalls ein alter Brauch. Auch Ortsdiener Maik Weishaupt sei mit der Schelle umhergegangen. Am Freitag habe man dem HR-Team, dann die Besonderheiten des Ortes präsentiert.

Der heutige Tag startete dann mit einem Besuch der Wasserpumpstation, wo man sieht, wie das Wasser aus dem Berg kommt, denn Neukirchen ist der einzige Lichtenfelser Ort, der noch eine eigene Wasserversorgung hat. Es folgte ein Ausflug zur Bioland-Hühnerfarm. Dort fertigte Peter Schnell kunstvolle Dinge aus Weiden. Nächste Station war das Forsthaus an der „Langen Helle“, wo es einen Baumpfad mit Mammutbäumen gibt. Mit dem Fernsehteam ging es zu weiteren Biobetrieben, unter anderem zu den Limousin-Rindern der Familie Oppermann und den Hochland-Rindern von Familie Kuhnhenn.

Den Abschluss bildete der Besuch des Öko-Ziegenbetriebs der Familie Wirwahn, die ein Melk-Karussell betreibt, eine absolute Rarität in Hessen. Hessenschau Moderator Jochen Schmidt bedankte sich bei den Neukirchenern: „Was ihr uns für einen Empfang geboten habt, war wirklich toll.“

Info: Der TV-Beitrag wird heute ab 19.30 Uhr in der Hessenschau ausgestrahlt. (nz)

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