Kommunalwahl: FDP stellt Prüfantrag – „Landärzte darf es nicht nur im Fernsehen geben“

FDP Lichtenfels: Gemeindeschwester für Lichtenfels

Eine Frau misst den Blutdruck am Arm eines Mannes.
+
Mit Gemeindeschwestern und Nicht-ärztlichen Praxisassistenten könnte die medizinische Versorgung in Lichtenfels sicher gestellt werden, meint die FDP Lichtenfels.

Um die medizinische Versorgung in Lichtenfels sicher zu stellen, schlägt die FDP vor, eine Gemeindeschwester einzustellen, die in enger Kooperation mit Hausarztpraxen agiert.

Lichtenfels - Einen Prüfantrag werde „die FDP-Fraktion im neuen Stadtparlament stellen,“ betont Fraktionschef Friedhelm Emde.

Dabei sollen auch die Fördermöglichkeiten „Gemeindeschwester 2.0“ der hessischen Landesregierung mit einbezogen werden. Der Werra-Meißner Kreis, wo bereits fünf Gemeindeschwestern aktiv sind, gehe da mit gutem Beispiel voran.

In Lichtenfels sei fast ein Viertel der Einwohner über 70 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steige der Bedarf an medizinischer Versorgung. Gleichzeitig steige der Anteil derer, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, während Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser nicht fußläufig erreichbar seien, erklärt FDP-Vorsitzender Frank Isken. Von der Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) sieht die FDP ab, da es „die Präsenzversorgung gerade in unseren kleineren Orten gefährden wird“, wie Isken betont.

Hingegen setzen die Freien Demokraten bei der Suche nach dem richtigen „Rezept“ für den langfristigen Erhalt der ärztlichen Versorgung auf dem Lande auch auf Anreize für die Fortbildung von Medizinischen Fachangestellten zur Nichtärztlichen Praxisassistenz (NäPa). Sie seien in der Regel bei den bestehenden Arztpraxen beschäftigt, könnten einen großen Teil der Hausbesuche durchführen und somit die weniger werdenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte deutlich entlasten.

Die „NäPa“ könne bei Hausbesuchen den Arzt online konsultieren, der Rezepte online ausstelle und an die Apotheke übermittle. Die Apotheke könne die Medikamente direkt an den Patienten liefern. Somit sei schnelle Hilfe vor allem für ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen gesichert. Auch das Altenpflegezentrum sei auf schnelle Hilfe im Notfall angewiesen.  red

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare