„Weil man so viel spielen kann“ -  Bibelwoche bildet Abschluss

Ferienprogramm in Lichtenfels gut angenommen 

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Mit dem schnellen Namensspiel der Welt stimmte Jugendarbeiterin Claudia Vach (8. von links, Mitte) die Kinder und Betreuer auf einen aufregenden Spieletag in Münden ein.   

Das Ferienprogramm der Stadt Lichtenfels läuft gut - in Kleingruppen und draußen finden viele Spilee und Aktionen statt.

„Die Kinder sind superglücklich, das nach langer Zeit wieder etwas für sie gemacht wird“, sagt Claudia Vach. Sie ist Erzieherin und Jugendarbeiterin bei der Evangelische Jugend Lichtenfels/Eisenberg und hat das Ferienprogramm der Stadt Lichtenfels organisiert. Zusammen mit Eltern und weiteren Helfern bietet sie Mädchen und Jungen aus ganz Lichtenfels ein abwechslungsreiches Programm in den Ferienwochen.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir das Programm machen können“, sagt Claudia Vach: „Dabei kann es auch fast so umgesetzt werden wie geplant – nur, dass wir die Anzahl der Kinder deutlich verringern mussten“. Dabei sei das Interesse an den Spielen groß gewesen, „einigen Kindern musste ich sogar absagen, was mir sehr leidgetan hat.“

Aktionen in kleinen Gruppen

Die Aktionen werden in kleinen Gruppen und meistens draußen durchgeführt, um die Corona-Regeln einhalten zu können. „Die Kinder sind diszipliniert, aber nicht verkrampft – es ist trotz aller Corona-Vorkehrungen eine gute Atmosphäre“, sagt die engagierte Jugendarbeiterin. Ob Geocaching in Nieder-Ense oder ein Nähworkshop in Goddelsheim – in Kleinstgruppen funktionierte das gut, zum Teil kamen sie auch nacheinander an die Reihe.

Ein Kreativtag in Goldhausen fand draußen statt. In Münden wurde eine Miniolympiade auf dem Sportplatz und eine Holzwerkstatt am Dorfgemeinschaftshaus angeboten, dort konnten jeweils 15 Kinder teilnehmen. Für zwei Gruppen mit maximal zehn Teilnehmern gab es noch einen Ausflug zum Spielberg in Medebach.

Fit in Corona-Regeln

Zum Start der jeweiligen Aktionen wurden die Mädchen und Jungen an die Corona-Regeln erinnert – und wie etwa in Münden mit dem „schnellsten Namensspiel der Welt“ eingestimmt auf ein paar spielerische Stunden mit anderen Kindern. Entenangeln, Rasenski-Slalom in kleinen Gruppen – von konzentriertem Spiel, sportlichem Einsatz und bis zum Austoben war alles möglich. Die Kinder fanden es gut, „weil man so viel spielen kann“, sagte der siebenjährige Henning, denn „sonst ist es so langweilig“, der gleichaltrige Anton. Für die aktuell ausklingende Ferienwoche wurde eine Radtour von Kassel nach Hannoversch Münden und an den Edersee zum Klettern angeboten, schließlich durften acht Kinder mit zwei Betreuern auch noch in den Tierpark Sababurg fahren.

Den Abschluss des Lichtenfelser Ferienprogramms bildet kommende Woche wie immer die Kinder-Bibelwoche. „Wir arbeiten dann von Montag- bis Freitagvormittag in Kleingruppen in Goddelsheim zusammen, dieses Jahr unter dem Titel „Mensch Petrus“, sagt Jugendarbeiterin Claudia Vach.

„Die Stadt begrüßt das Engagement sehr und unterstützt die Aktionen, wo immer es nötig ist“, sagte Bürgermeister Henning Scheele bei einem Besuch in Münden: „Ich danke Claudia Vach, allen Organisatoren und Betreuern, dass sie trotz Corona ein unterhaltsames Ferienprogramm auf die Beine gestellt haben. Das ist in dieser Zeit ganz wichtig, besonders für die Jüngsten.“

Guter Betreuerpool durch "Juleica" und "Start up"

Eltern haben sich bereit erklärt, das Programm zu unterstützen. „Wir haben aber auch einen großen Pool an Jugendlichen, die die Betreuung übernehmen“, sagt die Jugendleiterin zufrieden. Viele der Jugendlichen wurden über die Ausbildungsprogramme „Juleica“ und „Start up“ der Evangelischen Jugend Lichtenfels/Eisenberg sogar eigens für ehrenamtliche Arbeit ausgebildet – und engagieren sich danach auch wirklich weiter. (von Marianne Dämmer)

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