Discoabend und Festzug sorgen für gute Laune - Heute Ausklang mit Frühstück

Freude über echtes Stacheltier beim Igelfest in Fürstenberg

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Echtes Stacheltier: Bastian Schnatz trug den Igel, begleitet von den beiden Igelträgern Joel Hadewig (links) und Jarno Janssens.

Fürstenberg – Nachdem mehrere Jahre lang ein ausgestopfter Igel beim sonntäglichen Festzug des Igelfestes in Fürstenberg ausreichen musste, war diesmal wieder ein echtes Stacheltier dabei. „Endlich haben wir mal wieder ein echtes Exemplar“, sagte Anton Buckert. In der Nacht zuvor konnte in der Gemarkung ein stattlicher Igel gefunden werden. Die Tradition des Igelfestes geht über 700 Jahre zurück.

Den Auftakt bildete Samstagabend ein Discoabend in der Igelstadthalle, bei dem ein DJ für tanzbare Klänge sorgte. Am Sonntagmorgen stellten sich die Festzugteilnehmer an der alten Schule auf und setzten sich zu den zünftigen Klängen des Musikvereins Neukirchen in Bewegung. Angeführt wurde der Festzug von Igelhauptmann Till Buckert. Neben ihm marschierte Konfirmand Bastian Schnatz, der den Igel trug. Begleitet wurde er von den Igelträgern Joel Hadewig und Jarno Janssens. Es folgten Ehrengäste, Stadtrat, Ehrengarde, Igelburschen, Kindergartenkinder, örtliche Vereine und Bewohner des Ortes.

Tradition wird groß geschrieben: Die Fürstenberger Ehrengarde lief natürlich auch beim Festzug mit.

Bei strahlendem Sonnenschein säumten Bewohner und Gäste die Straßen und schauten zu, wie die Fahnen eingeholt wurden. Eigentlich sollte Torlach-Pokal-Gewinner Kevin Kloc die Stadtfahne tragen, doch er war erkrankt und so übernahm sein Bruder Marc diesen Part. „Das fällt gar nicht auf, denn wir sind eineiige Zwillinge“, erklärte er schmunzelnd.

Als der Festzug wieder an der alten Schule eintraf, verlas Igelhauptmann Till Buckert die Sage vom Igel. „Dieses Ereignis geht 700 Jahre zurück und ist Grundlage unseres Festes“, betonte er.

Nach dem Singen des Waldecker Liedes und der dritten Strophe der Nationalhymne reichte Oliver Hasecke aus einem antiken Silberbecher, den Friedrich von Waldeck in 1790 gestiftet hatte, den obligatorischen „Igelschluck“. Vom edlen Tropfen kosteten unter anderem Bürgermeister Uwe Steuber, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Stadtverordnetenvorsteher Bernd Göckel sowie Igelhauptmann Till Buckert. Danach marschierten die Festzugteilnehmer zur Igelstadt-Halle und labten sich an Mittagessen und Freibier.

Nach dem Wunschkonzert wurde das Hüteschießen absolviert. Am späten Nachmittag folgte ein zweiter Ausmarsch ohne Igel, denn der tummelte sich längst wieder in Freiheit. Beim Festabend konnte zu stimmungsvoller Musik das Tanzbein geschwungen werden. 

Das Fest klingt am heutigen Montagmorgen mit einem Frühstück beim Traditionstag „Igelfest” aus.

Von Nadja Zecher-Christ

Bildergalerie: Igelfest in Fürstenberg

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