Kartoffelbraten am Gemeinde- und Museumsquartier– Gottesdienst und Festakt 

Goddelsheim: Heimatstube und Gemeindezentrum werden am Sonntag feierlich eröffnet

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In der Küche der Heimatstube sind eine Wand und der Türrahmen nicht verputzt - der Blick fällt auf historische Materialien.

Goddelsheim – Kartoffelbraten, 30 Jahre Kulturverein und die Übergabe des Gemeindezentrums samt Heimatstube: Am 22. September feiern die Goddelsheimer gleich drei Feste auf einmal.

„Um 10 Uhr beginnt das Programm mit Gottesdienst und Festakt in der Halle Grosche“, erklärt Reinhard Weber, Vorsitzender des Kulturvereins. Die neuen Räumlichkeiten und die Heimatstube werden ihrer Bestimmung übergeben.

Programm

Dorfquiz, Kutschfahrten, Kinderschminken, Strohbundspiele und Märchenstunden gehören zum Programm. Zwischen 12.45 und 16.30 Uhr treten Chöre, Musik- und Gesangsgruppen sowie Jugendbands in der Halle Grosche auf. Blumensteine werden hergestellt, Videos und Fotos von den Umbauarbeiten gezeigt, Herbststräuße angeboten und in der Heimatstube gibt es Webvorführungen. Gereicht werden Bratkartoffeln mit Pilzen, Heringe mit Pellkartoffeln, Würstchen, Steaks, Kaffee und Kuchen.

Leitsatz

„Die Spuren des Vorhergehenden im Neuen sehen“ – unter diesem Leitsatz haben die Stadt Lichtenfels, die evangelische Kirche, die Ortsgemeinschaft und der Kulturverein von Goddelsheim die Sanierung des alten Dorfmuseums gestellt.

Auch für die Schlafstube haben die Vereinsmitglieder eine passende Tapete gefunden.

 Er steht geschrieben über dem Backofen, den der Verein vor Jahren in den alten Versammlungsraum eingebaut hatte – und der nun das einzige historische Stück in dem ansonsten durchweg modernen Gemeindesaal ist, der allen Vereinen und der Kirchengemeinde zur Verfügung steht.

Ganz anders das Obergeschoss des angrenzenden Hauses Kalhöfer: Dort hat der Kulturverein eine Wohnung als Heimatstube eingerichtet – da wird Dorfgeschichte wieder lebendig.

Heimatstube

Das alte Waschhaus unter dem Vordach wurde wieder aufgebaut. Die Terrasse ist barrierefrei zugänglich.

Die Mitglieder des Kulturvereins haben sich der Einrichtung mit viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die Räume – mit neu verputzen Decken und Wänden, Holzfußboden, neuer Elektrik und Heizung – sind mit viel Liebe zum Detail tapeziert und eingerichtet. Bis das soweit war, haben 50 Helferinnen und Helfer zudem rund 700 Arbeitsstunden geleistet, erklärt Vereinsvorsitzender Weber – von der kompletten Räumung des Gebäudes über Dämmung, Vorarbeiten, Pflaster- und Dacharbeiten bis hin zu Baubegleitung.

Hinter dem Haus haben Mitarbeiter des Bauhofs unter Leitung von Wilhelm Steuber sowie Stadtgärtnerin Kerstin Schnell die Mauer zur Kirche wieder in Schuss gebracht. Mit Natursteinen haben sie eine kniehohe Trockenmauer zum Nachbargrundstück gebaut, um Höhe auszugleichen, und ein Beet mit Bienenpflanzen angelegt. Das ehemalige Waschhaus wurde wieder aufgebaut und gehört mit zur Ausstellung.

Alles kann beim Kartoffelbraten in Augenschein genommen werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (md)

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