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Feldwege Goddelsheim/Rhadern – Unerlaubtes Durchfahren wird teuer

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Von: Marianne Dämmer

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Durchfahrt grundsätzlich verboten: (von links) Ordnungsamtsleiter Andre Gutmann, Bürgermeister Henning Scheele, Friedrich Göge von den Jagdgenossen und Ortslandwirt Karl-Reinhard Grosche appellieren an die Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten.
Durchfahrt grundsätzlich verboten: (von links) Ordnungsamtsleiter Andre Gutmann, Bürgermeister Henning Scheele, Friedrich Göge von den Jagdgenossen und Ortslandwirt Karl-Reinhard Grosche appellieren an die Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten. © Marianne Dämmer

Seitdem die Landesstraße zwischen Goddelsheim und Rhadern gesperrt ist, folgen viele Autofahrer nicht den Umleitungen, sondern nehmen eine unerlaubte Abkürzung über Feldwege.

Goddelsheim/Rhadern - Sogar über frisch eingesäte Äcker erdreisten sich Verkehrsteilnehmer zu fahren. Landwirte, Jagdgenossen und die Stadt Lichtenfels, die für die Beseitigung der Schäden finanziell aufkommen müssen, sind verärgert über die Rücksichtslosigkeit und appellieren an die Autofahrer, sich an die Regeln zu halten.

„Das Ordnungsamt der Stadt Lichtenfels und die Polizei und haben schon mehrfach kontrolliert und viele Bußgeldbescheide geschrieben – pro Verstoß sind 50 Euro fällig“, sagt Bürgermeister Henning Scheele. Denn: „Feldwege sind nur für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr frei sowie für Bürger, die von der Stadt eine Ausnahmegenehmigung erhalten haben – und die bekommt nur, wer für die ärztliche Versorgung zuständig ist“, erklärt Scheele weiter: „Alle anderen haben sich an die ausgeschilderten Umleitungen zu halten, auch wenn Navis den Feldweg vielleicht als Möglichkeit anzeigen.“

„Kurz, nachdem die Straße gesperrt war, bekam ich von Landwirten schon Anrufe, dass Autofahrer die Feldwege nehmen und sogar über frisch eingesäte Felder fahren“, sagt Ortslandwirt Karl-Reinhard Grosche. „Das gehört sich einfach nicht – das ist, als würde man durch einen Garten fahren“, betont der Landwirt. Ordnungsamtsleiter Andre Gutmann fügt hinzu: „Das ist mutwillige Sachbeschädigung“.

Mutwillige Sachbeschädigung: Fahren über eingesäten Acker zwischen Goddelsheim und Rhadern.
Mutwillige Sachbeschädigung: Fahren über eingesäten Acker zwischen Goddelsheim und Rhadern. © Karl-Reinhard Grosche/pr

Der Feldweg ist nur einspurig, sich entgegenkommende Autos müssen auf die Bankette ausweichen, die Kanten brechen weg – „das wieder zu sanieren kommt uns und der Stadt richtig teuer“, erklärt Friedrich Göge, Geschäftsführer der Jagdgenossen. Der Weg werde außerdem von Spaziergängern und für therapeutisches Reiten genutzt – „der Verkehr ist also auch gefährlich für die Anlieger“, so Ortslandwirt Karl-Reinhard Grosche.

„Es gilt ganz klar das Verbot der Durchfahrt, außer für Land- und Forstwirtschaft“, unterstreicht Manfred Bergener, Leiter der Korbacher Polizeistation. Die Umleitung etwa über Fürstenberg und Immighausen sei lediglich wenige Kilometer länger. Polizei und Ordnungsamt würden weiterhin kontrollieren, unterstreichen Manfred Bergener und Andre Gutmann. (Von Marianne Dämmer)

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