Dorferneuerung - Pilotprojekt nimmt Formen an

Goddelsheimer Dorfmuseum: Einzug bis September

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Zimmerleute im Einsatz: Sie haben gestern Stahlträger im Dorfmuseum eingebaut. Die Decke des neuen Gemeinschaftsraumes soll gut einen Meter höher liegen als bisher, erklärt Bürgermeister Uwe Steuber (rechts)

Lichtenfels-Goddelsheim – Der Umbau des Dorfmuseums zu einem Treffpunkt für Vereine und Kirchenglieder gleichermaßen geht zügig voran.

Beim traditionellen Kartoffelbraten am Sonntag, 22. September, in Goddelsheim soll das umgestaltete Dorfmuseum feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Der Umbau von Dorfmuseum und dem direkt angrenzenden Haus Kalhöfer gilt als Pilotprojekt im Rahmen der Dorferneuerung, weil für die Realisierung vier Parteien an einem Strang ziehen, um die Gebäude später auch gemeinsam zu nutzen: Gestemmt wird es mit Mitteln der Stadt, der Evangelischen Kirche, aus dem Topf für Dorfentwicklung des Landes Hessen und des Kulturvereins.

Der einstige Versammlungsraum des Kulturvereins wird zum Gemeinschaftsraum für alle, also auch die bisher im Ev. Gemeindehaus angesiedelten Nutzer. Auch sanitäre Anlagen werden geschaffen. Gestern haben Zimmermänner Stahlträger über dem zukünftigen Gemeinschaftsraum eingezogen und die Decke um einen guten Meter höher verlegt, um die Akustik zu verbessern – denn dort sollen auch die Gesangvereine proben. Elektrik- und Heizungsarbeiten sowie Verputzarbeiten stünden anschließend an, sagte Bürgermeister Uwe Steuber bei einem Termin vor Ort mit Helmut Wolf, Leiter der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, und Architekturbüro Thielemann.

Kosten im Rahmen

Im Ober- und Dachgeschoss des Hauses Kalhöfer haben die Mitglieder des Kulturvereins nach dem Umbau bereits Museumsstube und Lagerraum eingerichtet. Bei Sanierung und Umbau des Kalhöferschen Hauses haben sie viel Eigenleistung erbracht: 44 Helfer arbeiteten 588 Stunden, dankt und lobt Vereinsvorsitzender Reinhard Weber. Nach dem Ausräumen ging es vor allem um die Entfernung von Tapeten, der Heizungsanlage und der Holzfußböden. Außerdem brachten sie Dämmmaterial auf dem Dachboden ein und verlegten Dielen. Dann bauten sie das Untergeschoss des Dorfmuseums zurück und bewältigten den Umzug der Heimatstube ins Haus Kalhöfer in Rekordzeit mit zehn Frauen und zehn Männern.

Rechtzeitig vor der Eröffnung am 22. September soll auch die Außenanlage fertig sein. „Dort soll ein Teil gepflastert und ein Teil mit beweglichen Sitzmöbeln ausgestattet werden“, sagt Uwe Steuber.

Der Kostenrahmen in Höhe von 505 000 Euro werde eingehalten. Davon fließen 293 000 Euro aus dem Topf für Dorferneuerung, 130 000 Euro gibt die Ev. Landeskirche, den Rest zahlt die Stadt Lichtenfels. Der Kulturverein steuert viel Eigenleistung bei. (md)

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