Mehrheit der Stadtverordneten tritt Beitritt zum neuen Zweckverband zu

"Grenztrail als Chance“ für Lichtenfels

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Mountainbiker auf 650 Kilometern im Landkreis unterwegs: Wird das Projekt „Grenztrail Waldeck-Frankenberg“ umgesetzt, könnte auch Lichtenfels zu den teilnehmenden Kommunen gehören. Foto:

Lichtenfels. Einen Grundsatzbeschluss über die Teilnahme am Projekt „Grenztrail Waldeck-Frankenberg“ haben die Lichtenfelser Stadtverordneten gefasst

Bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen und der Grünen Bürgerliste beschloss die Versammlung, dem Zweckverband Grenztrails beizutreten und im kommenden Jahr rund 5800 Euro für die Planung einzustellen. Für 2020 sind rund 7900 Euro kalkuliert.

Der „Grenztrail Waldeck-Frankenberg“ soll das größte Montainbike-Streckennetz in Europa werden. Die Streckenlänge soll 650 Kilometer durch 17 Waldeck-Frankenberger Kommunen führen, außerdem sieben Parks entstehen.

Ziel des Streckennetzes ist, mehr Mountainbiker als Gäste in die Region zu holen, mehr Übernachtungen und Wertschöpfung zu generieren. Das Angebot richtet sich auch an die einheimische Bevölkerung. Positiver Nebeneffekt: Mountainbiker werden auf bestimmte Strecken gelenkt und damit von Wanderern getrennt. Insgesamt sollen Kosten in Höhe von 14,7 Millionen Euro entstehen, jährlich kommen Betriebskosten in Höhe von rund 195 000 Euro für Marketing, Pflege und Verwaltung hinzu. Derzeit wird sondiert, werden die Strecken abgestimmt; für Herbst 2022 ist die Eröffnung vorgesehen.

"Belastung vertretbar"

Bürgermeister Uwe Steuber warb für den Beitritt: „Die Belastung ist vertretbar, wir sollten kein weißer Fleck auf der Landkarte sein, er bietet eine Chance für unsere Region“.

Dorli Rauch von Bündnis 90/Die Grünen sagte, es „ist zu undurchsichtig, was für Kosten auf Dauer auf uns zukommen“. Sie sehe keinen Vorteil für die Stadt durch das Projekt. Friedrich Göge (CDU) hielt dagegen: „Wir sind zwar eine Randlage, sollten die Chance aber nutzen als Verbindung zwischen Medebach, dem Frankenberger Land und Willingen“. Die Vorleistungen für ein Jahr seien überschaubar.

Zustimmung kam auch von Horst Wendt (WGL). „Das ist für uns eine Chance, bekannter zu werden“. Friedrich Schüttler (SPD) sieht in der Teilnahme eine „Investition in die Zukunft“, die dem erklärten Ziel der Stadt entgegenkomme, Infrastruktur und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Grenztrail kanalisiere den Mountainbike-Verkehr, was zu begrüßen sei. Auch Frank Isken (FDP) betonte: „Wir können keine Insel bleiben, das ist ein super Einstieg, um uns bekannter zu machen“. (md)

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