Artenschutz-Regelung: Instrumentenbauer und Musikalienhändler unterliegen neuerdings Meldepflicht

Heimische Hölzer für Musikinstrumente

Wohltat für Auge und Ohr: Jochen Bischoff und Helga Wagner zeigen in ihrem Sachsenberger Atelier „Klangwelt“ vor einer geschwungenen Keltischen Harfe aus Ahorn eine selbst gebaute „Dulcimer“, ein altes Saiteninstrument aus feinem Kirschen- und Nussbaumholz.
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Wohltat für Auge und Ohr: Jochen Bischoff und Helga Wagner zeigen in ihrem Sachsenberger Atelier „Klangwelt“ vor einer geschwungenen Keltischen Harfe aus Ahorn eine selbst gebaute „Dulcimer“, ein altes Saiteninstrument aus feinem Kirschen- und Nussbaumholz.

Waldeck-Frankenberg. Seit dem 1. Januar 2017 fallen bestimmte Holzarten wie zum Beispiel alle Palisander- und Bubinga-Arten unter die Regelungen des internationalen Artenschutzes.

Was heißt das für die Musikalienhändler und Instrumentenbauer in Waldeck-Frankenberg? Bei einer stichprobenartigen Befragung von drei Werkstätten im Landkreis nach solchen exotischen, „musikalischen“ Hölzern war schnell klar: Alle Betriebe verwenden längst ausschließlich heimische Hölzer und nutzen dabei die volle Breite an Qualitäten, Farben und Verarbeitungseigenschaften von Ahorn, Buche, Fichte, Eiche & Co, ja sogar Obsthölzer wie Birne oder Zwetsche sind dabei.

Obwohl Palisander- und Bubingaholz gerade für Streich- und Zupfinstrumente gern verwendet wird, hat sich in Sachsenberg Jochen Bischoff beim Bau solcher Instrumente schon immer auf heimische Holzarten beschränkt. Sein mittelalterliches „Scheitholz“ besteht aus Kirsche und Ahorn, die Zarge ist aus Nussbaum-Holz gemacht. „Für Klanghölzer nehme ich gern Kirschholz“, sagt er. (zve)

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