„Der Panoramaweg war sein Werk“

Heinz-Poroffschek-Platz bei Sachsenberg seiner Bestimmung übergeben

Heinz-Poroffschek-Platz: Vertreter der Stadt Lichtenfels, der SG Lichtenfels und der Wandervereine sowie Sponsoren und Lebensgefährtin Erika Silberg übergaben den Gedenkstein an den Begründer des Panoramaweges seiner Bestimmung. Der Stein steht am Daumberg bei Sachsenberg entlang des Panoramaweges.  
+
Heinz-Poroffschek-Platz: Vertreter der Stadt Lichtenfels, der SG Lichtenfels und der Wandervereine sowie Sponsoren und Lebensgefährtin Erika Silberg übergaben den Gedenkstein an den Begründer des Panoramaweges seiner Bestimmung. Der Stein steht am Daumberg bei Sachsenberg entlang des Panoramaweges.  

Heinz Poroffschek ist der Gründungsvater des Lichtenfelser Panoramaweges. Zu seinen Ehren wurde ein Gedenkstein enthüllt. 

Heinz Poroffschek aus Sachsenberg hat den Panoramaweg erarbeitet, kartiert und maßgeblich dazu beigetragen, dass er ausgewiesen wurde. Inzwischen hat der Panoramaweg sogar das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten, ist ein Aushängeschild der Waldeckischen Schweiz. In Anerkennung seiner Verdienste und in Würdigung seiner Person wurde der Platz an der Sachsenberger Schutzhütte, die entlang des Panoramaweges am Daumberg liegt, nun nach Heinz Poroffschek benannt, auch wurde dort ein Gedenkstein enthüllt, zwei Bänke aufgestellt.

Heinz Poroffschek (†) Vater des Panoramaweges

Heinz Poroffschek starb im Februar 2018 im Alter von 83 Jahren und hat die Auszeichnung des Weges nicht mehr miterlebt. „Ich bin überzeugt, dass er stolz darauf wäre zu sehen, dass sein Weg mit dem Prädikat den Ritterschlag erster Güte erhalten hat“, sagte Bürgermeister Henning Scheele bei der Enthüllung des Gedenksteins, zu den Vertretern der Stadt, heimischer Wandervereine und der Edersee Touristik, Sponsoren sowie seine Lebensgefährtin Erika Silberg gekommen waren. Sie hatte Heinz Poroffschek engagiert dabei unterstützt, die Wegstrecken des insgesamt rund 65 Kilometer langen Qualitätswanderwegs zu erarbeiten. „In seinem Namen und zu seinen Ehren sollten wir für die weitere Entwicklung des Panoramaweges alle an einem Strang ziehen“, betonte der Rathauschef. Sein Dank galt der Sportgemeinschaft (SG) Lichtenfels, insbesondere der Wanderabteilung, die sich für den Gedenkstein stark gemacht hatte, sowie Dirk Weber und Andreas Wenzel, die Stein und Plakette gespendet hatten, und den Mitarbeitern des Bauhofs für das Aufstellen des Steins und der Bänke.

"Bleibendes hinterlassen"

„Es war uns ein Anliegen, für unser verdientes Mitglied den Stein an diesem Platz aufzustellen. Ohne Heinz Poroffschek würde es den Panoramaweg nicht geben,“ sagte Frank Erfurth, Vorsitzender der SG Lichtenfels. Er habe Wert darauf gelegt, dass alle Ortsteile inbegriffen waren. Wichtig seien ihm auch schöne Aussichten, wildromantische Täler, herausragende Sehenswürdigkeiten sowie Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke gewesen.

Hubert Thorwirth (Korbach) vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein überbrachte die Grüße der nordhessischen Wanderer. Heinz Poroffschek habe Bleibendes hinterlassen. Vom Panoramaweg könnten weitere touristische Impulse ausgehen. „Heinz Poroffschek war ein leidenschaftlicher Wanderer. Von seinem umfassenden Wissen profitierte der Verein, ebenso von seiner Hilfsbereitschaft und seinem außerordentlichen Engagement. Er war ein Glücksfall für unseren Verein“, lobte Furth: „Der Lichtenfelser Panoramaweg war sein Werk und wird immer mit seinem Namen verbunden sein.“

Panoramaweg als Qualitätsweg ausgezeichnet

Der Lichtenfelser Panoramaweg wurde 2006 seiner Bestimmung übergeben; er verbindet über rund 65 Kilometer die Ortschaften von Lichtenfels, bietet grandiose Aussichten und führt vorbei an Lichtenfelser Sehenswürdigkeiten. Begründer ist Heinz Poroffschek. 2019 wurde er prämiert zum „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Um die Auszeichnung zu erreichen, mussten einige der ursprünglichen Wegstrecken verlegt werden – von asphaltierten Wegen auf naturbelassene Strecken. Die Ummarkierungen übernahm die Wanderabteilung, erinnerte Wilfried Schnatz, Vorsitzender der Wanderabteilung, an die Vorbereitungen für die Vergabe des Prädikats, das für drei Jahre vergeben wurde. Um auch Goddelsheim, Rhadern und Dalwigksthal mit Burg und Orketal einzubinden, wurden extra Zuwege eingeplant. Gekennzeichnet ist der Lichtenfelser Panoramaweg durch ein weißes L auf blauem Hintergrund. Die Wanderabteilung stellte unlängst noch eine Alternativroute der Öffentlichkeit vor. Sie führt über den „Burgpfad“, das „Alpenpfädchen“ und den „Liebespfad“ (wir berichteten). Karuna Eckel von der Edersee-Touristic erklärte, der Weg sei unter Wanderern schon länger ein Geheimtipp gewesen, werde durch das Prädikat nun jedoch noch größer vermarktet und als Marke etabliert. Ende September soll ein Flyer erscheinen. Er werde durch die Vielzahl seiner Qualitäten als „Point of interest“ gehandelt, als Sehenswürdigkeit, und laufe durch seine Vielfältigkeit so manch anderem Weg den Rang ab. (Marianne Dämmer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare