WLZ-Sommertour: Kamm Karosseriebau baut Fahrerkabinen für Flugzeugschlepper und mehr

Hingucker auf allen Kontinenten

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Produktionsleiter Florian Haselkamp, Markus Klute und David Brüne in der Abteilung Endmontage.

Die WLZ-Sommertour führt nach Lichtenfels-Goddelsheim. Kamm Karosseriebau baut Fahrerkabinen für Flugzeugschlepper und weitere Spezialkarosserien.

Es ist ein weiter Weg vom Kutschwagen des Jahres 1880 bis zur High-Tech-Fahrerkabine eines Flugzeugschleppers in Australien oder den USA heute. Zurückgelegt mit großem Erfolg hat ihn die Firma Kamm Karosseriebau in Lichtenfels-Goddelsheim, ein mittelständisches Unternehmen, das in mehrerer Hinsicht besonders punktet.

Karsten Stecker und Simone Kamm in der Abteilung Einkauf.

Die Firma ist zwar mit Blick auf Fahrzeugkabinen die Kleinste im Kreis der Wettbewerber, hat aber mit Spezialanfertigungen eine Nische erobert. Sie bestückt Bau- und Landmaschinen, Industrie-, Sonder- und Schienenfahrzeuge. Und sie liefert – auch einzeln – Motor- und Hydraulikhauben.

Michael Dohr beim Abkanten in der Blechabteilung. 

Als etablierter Partner der Fahrzeugbau-Industrie hat sie sich in Deutschland einen Namen gemacht und hat Europa im Visier. Produkte aus Goddelsheim sind weltweit zu finden – selbst in extremen Klimazonen. Die Serie mit Plug&Play-System für Flugzeugschlepper etwa ist vor gut zwei Jahren an den Start gegangen. Damit liefert Kamm Karosseriebau erstmals ein High-Tech-Produkt als Systemkabine mit kompletter Elektronik zur Fahrzeugsteuerung.

Weitere Neuentwicklungen seit 2007: Kabinen für stangenlose und kompakte Flugzeugschlepper, für Hydrotrac-Trägerfahrzeuge, für Horizontal-Bohrgeräte und Schlacketransporter.

In der Abteilung Rohbau.

Immer größeren Stellenwert nimmt der Produktentwicklungsprozess ein. Von der Konzepterstellung über die Konstruktion bis hin zum Prototyp setzt die Firma Kamm die individuellen Anforderungen ihrer Kunden um. Eines der aktuellen Entwicklungsprojekte wird mit einem Designer realisiert. Der Prototyp wird im nächsten Jahr auf der weltgrößten Baumaschinenmessen, der BAUMA in München, ausgestellt.

In der Lackiererei.

3D-Arbeitsplätze für die Konstruktion, hochmoderne Fertigungstechnologie und sehr gut qualifizierte Facharbeiter – all das greift hier Hand in Hand. Das Leistungsspektrum umfasst Blechbearbeitung mit Lasern und Kanten ebenso wie Rohbaufertigung mit Schweißen, Clinchen und Klebetechnologien. Oberflächenbeschichtung zählt dazu mit Lackieren, Spritzverzinkung und Beschichtung im Pulververfahren. Die Endmontage umfasst Verglasung und Elektrik, Innenverkleidung und Isolierung und – natürlich – Sonderausstattungen.

Matthias Rehne beim Konstruieren in der Abteilung Konstruktion.

Das 28-köpfige Kamm-Team mit Christian Kamm an der Spitze verarbeitet Stahlblech, Edelstahl und Aluminium, aber auch Glas, Kunststoffe, Kfz-Ausstattungskomponenten sowie Elektronik.

Was Azubis kennenlernen

Junge Leute, die bei Kamm in Goddelsheim Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik werden, arbeiten in den Fachabteilungen Blechbearbeitung, Schweißbaugruppen-Fertigung, Oberflächenbeschichtung und Endmontage mit. Sie lernen auch, wie ein Metall-Schrank für Blechbearbeitungsmaschinen entsteht – und eine Fahrerkabine. Zum Beispiel für den Schienenbau im Gotthard-Tunnel oder für ein Schienenfahrzeug für den Trassenbau in Indien.

Motiviert, erfahren, kompetent

Ob kleine oder große Aufträge oder Entwicklungen wie das Plug&Play-System – all das ist nur möglich mit einem starken Team. Motivierte, erfahrene und hochkompetente Mitarbeiter auf der einen Seite und verlässliche Partnerfirmen auf der anderen Seite sind Garanten für eine Erfolgsgeschichte, wie sie die Firma Kamm in Goddelsheim geschrieben hat und weiter schreibt. (r)

Karosseriebau Kamm konstruiert und baut für den Weltmarkt

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