Beitrag deckt nicht die tatsächlichen Kosten

In Lichtenfelser Kindergärten gibt es mehr Betreuung am Nachmittag

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Der Kindergarten in Fürstenberg bietet ab August zwei Mal pro Woche Nachmittagsbetreuung an. In Sachsenberg läuft sie bereits. 

Lichtenfels. Mehr Nachmittagsbetreuung gibt es auf Nachfrage von Eltern in Lichtenfelser Kindergärten: Seit Anfang März werden Mädchen und Jungen an drei Nachmittagen pro Woche bis 16 Uhr im Sachsenberger Kindergarten betreut. Fürstenberg folgt. 

 Auch Kinder aus Münden werden  nachmittags in Sachsenberg behütet und dazu mit dem Bus in den Nachbarort gefahren. Ab 1. August werden zudem zwei Mal pro Woche auch im Kindergarten Fürstenberg die Betreuungszeiten bis 16 Uhr verlängert. Die erweiterten Öffnungszeiten sind zunächst auf zwei Jahre befristet.

Um die zusätzliche Betreuung zu gewährleisten, hat der Gesamtverband Lichtenfels/Eisenberg als Träger der Kindergärten neues Personal eingestellt, zum Teil haben die Erzieherinnen aber auch Stunden aufgestockt, erklärt Hermann Zölzer vom Gesamtverband auf Nachfrage der WLZ.

Geht das Kind einen Nachmittag pro Woche in den Kindergarten, zahlen die Eltern 13 Euro pro Monat. Bei zwei Betreuungstagen pro Woche werden 26 Euro monatlich berechnet, bei drei Betreuungstagen pro Woche sind es 39 Euro im Monat. „Das deckt bei Weitem nicht die Kosten“, betont Zölzer. Der Verband rechnet damit, dass sich der Fehlbetrag pro Jahr allein für den Fürstenberger Kindergarten um rund 11 500 Euro erhöhen wird. Doch: „Die Stadtverordneten in Lichtenfels haben in der Vergangenheit beschlossen, dass sich die Stadt weiterhin familienfreundlich aufstellen will“, betont Bürgermeister Uwe Steuber. „Allein 2017 lag der Fehlbetrag bei den Kindergärten bei über 555 000 Euro. Man sieht also, was die Kindergärten uns wert sind“, betont der Rathauschef.

Außerdem beteiligt sich die Stadt an der Gebührenfreistellung ab dem 1. August; die Stadtverordneten haben zugestimmt. Das Land Hessen beabsichtigt, Eltern zu entlasten und die Betreuung von Kindern ab drei Jahre für bis zu sechs Stunden täglich zu finanzieren. „Nach derzeitigem Stand soll die Zuweisung 135,60 Euro pro Monat und Kind betragen“, erklärt Steuber. „Der Betrag deckt bei weitem nicht unsere tatsächlichen Kosten für einen Kindergartenplatz“, erklärt Steuber. Dennoch wolle sich die Stadt an der Gebührenfreistellung beteiligen, um die Eltern zu entlasten.

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