Ein Jahrhundert Geschichte erlebt - Feier in Goddelsheim

Johanna Grimm feiert ihren 100. Geburtstag

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Lebensfroh: Johanna Grimm ist eine interessierte Zuhörerin. Auch im hohen Alter von 100 Jahren genießt sie Gespräche – etwa mit ihrer Nachbarin und guten Freundin Marlies Albert aus Ederbringhausen. 

Goddelsheim/ Ederbringhausen. Als Johanna Grimm geboren wurde, herrschte noch der 1. Weltkrieg; ihr Vater war bereits gefallen, als sie am Sonntag, 29. Juli 1917, in Essen das Licht der Welt erblickte. Heute feiert Johanna Grimm ihren 100. Geburtstag.

Interessiert und aufgeweckt blickt Johanna Grimm, geborene Opterbeck, in die Welt. Das hat sie Zeit ihres Lebens so gehalten, dabei hatte sie keinen leichten Start. Ihre Mutter starb, als sie zehn Jahre alt war; das junge Mädchen wurde von der Familie ihres Onkels aufgenommen. Dort wuchs sie dort zusammen mit Cousine und Cousin auf, „wir hatten ein gutes Verhältnis“, erklärt sie.  

Nach dem Realschulabschluss besuchte sie die Handelsschule und arbeitete als Büroangestellte unter anderem bei der Firma Krupp. Nachdem sie 1945 ihren Mann Karl-Heinz geheiratet hatte und Mutter von zwei Söhnen wurde, kümmerte sie sich um Haushalt und die Kinder. „Ich hatte einen guten Mann und eine gute Ehe“, betont Johanna Grimm. Nachdem ihr Mann, Leitender Angestellter, in Ruhestand gegangen war, zogen die beiden 1978 nach Ederbringhausen. Auf den Vöhler Ortsteil wurden sie durch das Hobby ihres Mannes aufmerksam: Er angelte für sein Leben gern und kam daher oft an Eder und Edersee. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Johanna Grimm und lacht.

Hier bauten sie sich ein neues, angenehmes Leben auf. Während ihr Mann Karl-Heinz dem Angelverein beitrat, wurde Johanna Grimm Mitglied im Altenclub und im Frauenkreis der Ev. Kirche. Auch wuchsen enge Verbindungen zur Nachbarschaft. Mit ihrer Nachbarin Marlies Albert ist sie bis heute eng befreundet.

 Ihren 100. Geburtstag feiert Johanna Grimm heute im Kreise ihrer Familie, zu der neben den zwei Söhnen auch drei Enkel und vier Urenkel gehören. Die Waldeckische Landeszeitung schließt sich den Gratulanten mit den besten Wünschen an.

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