Kinder werden weiter in zwei Häusern betreut

Kindergarten Sachsenberg - Warten auf Fördermittel

Kindergarten Sachsenberg, Lichtenfels
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An den 2016 erbauten Kindergarten in Sachsenberg muss angebaut werden für eine weitere Gruppe. Doch noch fehlen die nötigen Fördergelder.   

Mädchen und Jungen, die den Sachsenberger Kindergarten besuchen, werden vorerst – soweit die Corona-Bestimmungen zulassen – weiterhin in zwei Häusern betreut. Möglich sei auch die Aufstellung eines Containers.

Lichtenfels-Sachsenberg –Mädchen und Jungen, die den Sachsenberger Kindergarten besuchen, werden vorerst – soweit die Corona-Bestimmungen zulassen – weiterhin in zwei Häusern betreut. Möglich sei auch die Aufstellung eines Containers.

Der Kindergarten, der im Jahr 2016 in Modulbauweise an der Knöchelhalle entstand, muss erweitert werden, weil die Nachfrage nach Betreuung groß ist, der vorhandene Platz für die dritte Gruppe nicht ausreicht (wir berichteten). Geplant hat die Stadtverwaltung, ein weiteres Modul anzugliedern – dafür hat sie 710 000 Euro im aktuellen Haushalt veranschlagt. Davon sollten 250000 Euro aus Eigenmitteln bestehen, der Rest unter anderem aus dem Fördertopf des Bundesprogramms zum Ausbau der Kindergarten-Plätze kommen. Doch der war in Hessen leer. Allein in Waldeck-Frankenberg wurden 13 Anträge auf Förderung noch nicht bewilligt.

Damit war der Plan, den Anbau dieses Jahr zu realisieren, hinfällig. „Wie geht es weiter mit dem Kindergarten in Sachsenberg?“, wollte Grünen-Fraktionschefin Dorli Rauch am Dienstag bei der Stadtverordnetensitzung in Goddelsheim daher wissen. „Inzwischen gibt es ein Nachfolgeprogramm zur Baufinanzierung von Kindertagesstätten, da wird das Geld aber nicht direkt an die antragstellenden Kommunen, sondern über die Fachdienste der Landkreise verteilt“, erklärt Bürgermeister Henning Scheele zum Stand der Dinge. „Anfang Juni wird der Landkreis über die Anträge entscheiden. Sobald wir eine Rückmeldung haben, starten wir mit der Planung“. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg habe eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Kosten zugesagt, die Ev. Kirche zehn Prozent.

Unterdessen könne die dritte Gruppe im alten Kindergarten am Marktplatz in Sachsenberg betreut werden. „Das ist kann auch noch so weitergeführt werden. Geprüft wird aber auch ein Kindergarten-Container als Alternative“, sagte Bürgermeister Scheele. (md)

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