Reihe Sommer-Klassik findet am Samstag mit großer Romantik seinen Abschluss

Konzert auf Burg Lichtenfels: „Frei, aber einsam“

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„Frei, aber einsam“: Unter diesen Titel stellen Johannes Krampen (Geige) und Katjas Küppers am Flügel das Abschlusskonzert im Reigen der Sommer-Klassik auf Burg Lichtenfels.

Dalwigksthal. „Frei, aber einsam“: Unter diesen Titel stellen Johannes Krampen (Geige) und Katja Küppers am Flügel das Abschlusskonzert im Reigen der Sommer-Klassik auf Burg Lichtenfels: Es findet am Samstag, 15. September,  um 19 Uhr im Rittersaal auf Burg Lichtenfels statt.

Der Geigenvirtuose Joseph Joachim, eine der schillerndsten und bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts, erklärte „frei aber einsam“ zu seinem Lebensmotto. Joachim wurde bereits früh als Wunderkind gefeiert und unter anderem von Mendelssohn gefördert. Im Laufe seiner gefeierten Solistenkarriere erhielt er viele Auszeichnungen, führte zahlreiche ihm gewidmete Werke auf und übte als Hochschulpädagoge großen Einfluss auf eine ganze Musikergeneration aus. Joachims Privatleben war leider weniger erfolgreich: Nach einer gescheiterten Ehe entschied er sich, sein Leben allein zu verbringen und folgte damit der romantischen Idee des Leidens als Voraussetzung für Kunst.

Einblick in Seelenleben

Johannes Krampen (Violine) und Katja Küppers (Klavier) geben in dem moderierten Konzert anhand von Werken Joseph Joachims und dessen Musikerkollegen Robert Schumann, Antonin Dvorak und Johannes Brahms einen Einblick in das Seelenleben des romantischen Künstlers. Zu hören sind Joseph Joachims“ Romanze B-Dur op. 2 Nr. 1“, Antonin Dvoraks „Romantische Stücke für Violine und Klavier, op. 75“, Robert Schumanns „Sonate a-Moll für Violine und Klavier, op. 105“ und Johannes Brahms’ „Sonate d-Moll für Klavier und Violine, op. 108“.

Nach seiner Ausbildung zum Violonisten folgten für Johannes Krampen viele Engagements als Konzertmeister in großen Musicalproduktionen. Eigeninitiativen, wie etwa die Gründung und Organisation des Orchesters Carl-Robert Helg-Ensemble zeigen die Offenheit des Musikers, stets nach neuen Wegen der Präsentation klassischer Musik zu suchen. Hierfür wurden Johannes Krampen und Carl-Robert Helg mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Seit 1998 ist er regelmäßiges Mitglied und Konzertmeister der Heidelberger Sinfoniker sowie Gründungs-mitglied und Konzertmeister des Mannheimer Mozartorchesters.

Neue Wege beschreiten

Die Pianistin Katja Küpper arbeitet als Korrepetitorin und Orchestermusikerin an großen Musicaltheatern in Stuttgart, Berlin und Hamburg. Daneben widmet sie sich intensiv der Kammermusik. Gemeinsam mit dem Geiger Johannes Krampen sucht sie nach neuen Wegen, insbesondere die Neue Musik des 20. Jahrhunderts einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Eintrittskarten für das Konzert morgen Abend sind zum Preis von 23 Euro unter Reservix oder an der Abendkasse erhältlich. (r/md)

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