Neue Satzung tritt zum 1. Januar in Kraft

Friedhofsgebühren in Lichtenfels steigen

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Letzte Ruhestätte – zum Teil steigen die Friedhofsgebühren in Lichtenfels. Während für die Nutzung von Gräbern mehr gezahlt werden muss, fallen die Gebühren für die Herstellung eines Grabes niedriger aus.  

Lichtenfels – Die Kosten für Begräbnisse steigen in Lichtenfels zum 1. Januar 2020 zum Teil: Die Lichtenfelser Stadtverordneten haben die Friedhofsgebühren angepasst.

So verdoppeln sich die Kosten für das Nutzungsrecht eines Wahlgrabes je Grabstelle von 450 auf 900 Euro, beim Urnengrab steigen die Kosten von 300 auf 450 Euro für das Nutzungsrecht. Der Erwerb von Urnenrasen- und Baumurnen-gräbern steigt von 400 auf 750 Euro, für ein Reihenrasengrab von 750 auf 1350 Euro. Ein Kindergrab im Reihengrab kostet dann je nach Größe 450 oder 900 Euro anstatt 150 oder 300 Euro. Wird die Sargkammer genutzt, werden anstatt 40 Euro in Zukunft 100 Euro fällig, für die Nutzung der Friedhofskapelle in Sachsenberg müssen 100 Euro gezahlt werden, zuvor war es die Hälfte. Auch die Kosten für die Sargträger steigen von 30 auf 60 Euro.

Wiederum sinken die Gebühren für andere Posten: So wurden bislang für die Herstellung eines Grabes 950 Euro verlangt, in Zukunft werden 600 Euro berechnet. Die Kosten für die Herstellung eines Kindergrabes sinken um 100 Euro auf 300 Euro. Samstags- und Sonntagszuschläge bei der Grabherstellung werden ebenso verringert wie zum Teil die Kosten für Grabräumungen.

Gebührendeckende Haushalte

Hintergrund der Gebührenerhöhung: Während den Kommunen gebührendeckende Haushalte vorgeschrieben sind, verzeichnet die Lichtenfelser Friedhofskasse ein Minus von rund 45 000 Euro. Die Erhöhung verringere das Minus allerdings erst nach und nach, weil das Nutzungsrecht über 30 Jahre läuft und nur ein Dreißigstel ins laufende Jahr falle, erklärte der Lichtenfelser Kämmerer Thomas Behle auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung. „Wir müssen leider zustimmen“, sagte Dorli Rauch, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und mahnte zu kostendeckendem Planen.

„Das Thema Friedhof ist sensibel besetzt, aber da uns kostendeckende Gebührenhaushalte vorgegeben sind, war eine teilweise Erhöhung der Gebühren unvermeidbar. Unsere Entscheidung weist in die richtige Richtung“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Eckhard Schnatz.

Bei einer Gegenstimme wurde die Gebührenerhöhung beschlossen, und auch festgelegt, das nun keine chemischen Mittel mehr zur Unkrautbekämpfung verwendet werden dürfen. (md)

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