Bürgermeister Uwe Steuber: "Gehen den Weg weiter“  

Lichtenfels setzt auf konsequente "Zielsystem"-Strategie

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Projekt Zielsystem: Bürgerinnen und Bürger haben konkrete Ideen zusammengetragen, mit denen Lichtenfels in die Zukunft starten soll. Bürgermeister Uwe Steuber (kleines Bild, links) und Azubi Christopher Hansen präsentieren eine der Listen.   

Lichtenfels. Die Stadt Lichtenfels entwickelt mit dem Projekt „Zielsystem“ eine grundsätzliche Strategie für die Zukunft – als erste Kommune in Waldeck-Frankenberg.  Magistrat und Stadtverordnete erarbeiteten im November eine Vision, Bürgerinnen und Bürger  haben die Ideen nun  konkretisiert. 

Sechs Ziele setzen sich die Lichtenfelser: Auf ihrer Liste steht der Erhalt der Kindergärten ganz oben sowie die Entwicklung und Präsentation der Marke Lichtenfels, die Verbesserung der Mobilität, die Schaffung von Infrastruktur und von Arbeitsplätzen sowie die Entwicklung des Stadtwaldes. Gecoached wird die Stadt von  einem Unternehmen, das Strategien für Kommunen entwickelt und die Prozesse moderiert.   

Rund 40 Teilnehmer arbeiteten beim zweiten Workshop engagiert mit, boten zu den sechs Punkten, die an sechs Tischen unter Leitung von Moderatoren bearbeitet wurden, viele konkrete Ideen. „Es gab keine Denkverbote. In den Diskussionen stellte sich aber schnell heraus, was machbar ist und was nicht“, sagt Bürgermeister Uwe Steuber. „Was wir an den Landkreis und andere überörtliche Träger abgeben können, arbeiten wir heraus, legen es der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vor und tragen die Wünsche dann an die zuständigen Behörden weiter“, erklärt Steuber. So gab es zum Beispiel die Anregung, die AST-Verbindung nach Medebach zu verbessern oder die Bitte, dass das Amt für Denkmalschutz flexibler reagiert.

Mit Haushaltszahlen hinterlegen

Unterdessen würden die Ziele, die nur Lichtenfels betreffen, intern aufgearbeitet „und mit Haushaltszahlen hinterlegt, um die Auswirkungen deutlich zu machen, die die Wünsche auf den Haushalt haben“, beschreibt Steuber: „Wenn etwa weiterhin alle Kindergärten erhalten bleiben sollen und wir sie jedes Jahr mit mehr als einer halben Millionen Euro subventionieren sollen, muss an anderer Stelle eingespart werden“, erklärt Steuber.

Bürgermeister Uwe Steuber (kleines Bild, links) und Azubi Christopher Hansen präsentieren eine der Listen

Christopher Hansen, der im Lichtenfelser Rathaus eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert, betreute den Arbeitstisch „Entwicklung und Präsentation der Marke Lichtenfels“. „Drei Schwerpunkte haben die Teilnehmer herausgearbeitet: Vorhandenes sei zu nutzen und zu stärken; eine Stärkung nach innen sollte zum Beispiel durch mehr Zusammenarbeit der acht Ortsteile angestrebt werden, und der Onlineauftritt sei zu verbessern“, erklärt er und lobt die gute Mitarbeit der Teilnehmer. Punkt drei wird schon umgesetzt: Der neue Internet-Auftritt der Stadt wird derzeit eingepflegt. Alle Ideen wurden mit weiteren konkreten Vorschlägen unterfüttert.

„Die Stadt wird sich weiterhin von dem Fachbüro coachen lassen, wir werden den Weg konsequent weitergehen. Das Projekt Zielsystem ist auch anderen Kommunen sehr zu empfehlen“, betont der Rathauschef.

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