„Gelebte Werte machen uns stark“

Lichtenfels: Fußballer des SV Fürstenberg feiern den Neustart der Abteilung vor 25 Jahren

Gründerväter und „Urgesteine“ ehrte der SV Fürstenberg: (von links) Dirk Friedewald, Werner Kloc, Hartmut Friedewald, Bernd Friedewald, Wolfgang Mayerhofer, Harald Kiel, Sophie Schäfer, Stefan Schäfer, Jens Barbe, Jan Naumann, Norbert Eierdanz, Frank Kamowski und Torsten Schnatz.
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Gründerväter und „Urgesteine“ ehrte der SV Fürstenberg: (von links) Dirk Friedewald, Werner Kloc, Hartmut Friedewald, Bernd Friedewald, Wolfgang Mayerhofer, Harald Kiel, Sophie Schäfer, Stefan Schäfer, Jens Barbe, Jan Naumann, Norbert Eierdanz, Frank Kamowski und Torsten Schnatz.

Mit zahlreichen Ehrungen und viel Spaß am Spiel feierte der SV Fürstenberg das 25-jährige Jubiläum der Wiedergründung der Fußballabteilung. Volker Buckert und Volker Schnatz leiteten damals den Neustart in die Wege.

Lichtenfels-Fürstenberg – Nicht nur die Gründerväter sind bis heute dem Verein verbunden, auch sämtliche Trainer waren stets bereit unter ihren Nachfolgern für den SV aufzulaufen. Der Verein ist inzwischen eine Spielvereinigung mit den Nachbarn aus Immighausen eingegangen, die mit zwei Mannschaften in der B- und C-Klasse um Punkte kämpft.

„Gelebte Werte machen uns stark, auch in schwierigen Zeiten“, blickte Abteilungsleiter Torsten Schnatz auf die Pandemie-Phase zurück, die keineswegs zum massiven Einbruch der Trainingsbeteiligung führte. „Viele Fürstenberger blieben weiter am Ball, trauten sich in der Reserve was zu und nutzten die Chance, was fürs sportliche Selbstbewusstsein zu tun“, erzählt der Mitbegründer, der für sein Engagement mit dem Ehrenbrief des Hessischen Fußballverbands ausgezeichnet wurde.

Für die gute Jugendarbeit zeichnete Bürgermeister Henning Scheele (rechts) Trainer des SV Fürstenberg aus: (von links) Bianca Hasecke, Julia Oberlies, Jessica Schäfer, Stefan Schäfer und Jasmin Buhre.

„Wer sich einmal mit dem schiefen Geläuf auskennt, spielt nicht mehr gern auf gewöhnlichem Rasen“, verwies Schnatz auf die Verbundenheit der Kicker. Sein Bruder Volker, dessen Profi-Aussichten drei Tage vor dem Probetraining bei Bayern München durch einen Motorradunfall vereitelt wurden, und Volker Buckert hatten 1996 den Neustart der seit rund zehn Jahren brach liegenden Fußballabteilung initiiert.

Dank einer unnachahmlichen Kombination aus Spielwitz, Teamgeist und Heimvorteil gelang den beiden Volkern und ihren Mitspielern schon in der ersten Saison ein Titelgewinn und – einmalig bis heut – der Einzug ins Waldecker Pokalfinale. Erst wurde die neu gegründete Mannschaft Lichtenfelser Stadtpokalsieger in der C-Klasse, dann stieg die Elf 1996/97 in die B-Klasse auf. 1997/98 folgte der nächste Aufstieg als Vizemeister in der B-Klasse.

Mitglieder für Verdienste und Treue geehrt

Im Rahmen der Jubiläumsfeier ehrte Bürgermeister Henning Scheele einige Mitglieder für ihre Treue zum Verein und für ihre Verdienste. Ausgezeichnet wurden: Über 50 Jahre Mitglied: Norbert Eierdanz, Hartmut Friedewald (beide 52 Jahre) und Werner Kloc (53). 50 Jahre: Ernst-Dieter Buckert und Bernd Friedewald. Über 25 Jahre: Volker Schnatz (28 Jahre) und Harald Kiel (30). 25 Jahre: Frank Kamowski, Jens Barbe, Jan Naumann, Daniel Fein, Stefan Schäfer, Sophie Schäfer, Thomas Regel, Wolfgang Mayerhofer, Markus Wieck, Michael Bartokos, Roland Mayerhofer und Torsten Schnatz.

Schiedsrichter: Ansgar Ehringhausen und Henrik Wagner. Übungsleiter: Bianca Hasecke, Julia Oberlies, Jessica Schäfer, Jasmin Buhre, Stefan Schäfer, Manuel Barbe undChristel Hagebusch.

Bronzene Ehrennadel des Hessischen Fußballverbands: Markus Wieck. Ehrenbrief des Fußballverbands: Dirk Friedewald und Torsten Schnatz. (ahi)

In seinem Grußwort erinnerte sich Klassenleiter Dirk Emmert an seine Zeit als Aktiver und die gefürchteten Ausflüge auf den hoch gelegenen Platz im Kreis. Denn dort durchkreuzten das Gefälle sowie die unkalkulierbaren Windverhältnisse so manchen Erfolg versprechenden Pass der Gäste, während die Platzherren mit den Widrigkeiten gut zu Recht kamen.

Anfangs mussten sich die Sportler in einem Bretterverschlag oder draußen umziehen. Ab 2001 entstand mit viel Eigenleistung ein Anbau und so auch ein Anschluss an die Wasserversorgung, der das Duschen ermöglichte. Ein Komfortgewinn, der auf Kosten des Bierumsatzes ging, denn der sank um ein Drittel, da die Gäste fortan direkt nach Abpfiff unter die Brause gingen und dann nach Hause fuhren.

Der Feiertag stand auch im Zeichen der Jugendarbeit. Gerade die jüngeren Besucher hatten viel Spaß an den vom Landkreis zur Verfügung gestellten Spielgeräten sowie in der Hüpfburg und beim Kinderschminken. In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Henning Scheele die vielseitige Jugendarbeit des SV Fürstenberg, die den Breitensport von klein auf fördere und sich deshalb zunehmender Beliebtheit erfreue. (Von Armin Hennig)

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