Mitglieder der Ausschüsse im Stadtparlament befürworten Vision für ihre Stadt

Lichtenfels setzt strategische Ziele

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Die Kindergärten in der Stadt Lichtenfels - im Bild der Fürstenberger Kindergarten - sollen alle erhalten bleiben. Das ist eines der strategischen Ziele der Stadt.  

Lichtenfels. Modern aufstellen und zielgerichteter arbeiten will die Stadt Lichtenfels. Die Mitglieder der Ausschüsse im Stadtparlament befürworten sechs strategische Ziele, die die Stadt verfolgen sollte. 

Unter dem Titel „Quo vadis, Lichtenfels?“ hat die Stadt ihre grundsätzliche Ausrichtung ein Jahr lang eingehend diskutiert: In Workshops haben Politikerinnen und Politiker sowie Bürgerinnen und Bürger eine Vision entwickelt, moderiert von einem externen Dienstleister. Sie haben gemeinsam strategische Ziele formuliert. Um sie auf einen verbindlichen Grund zu stellen, haben die Ausschussmitglieder beraten, sollen auch die Stadtverordneten darüber abstimmen – die Ziele werden im Haushalt festgezurrt.

Am Dienstagabend befürworteten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Agrar, Bauen, Energie und Umwelt mit großer Mehrheit die Strategie. Die Vision „Lichtenfels ist eine Stadt mit zufriedenen Bürgern in funktionierenden Ortschaften“ hat sechs strategische Ziele:

• Erhalt der Kindergärten und Schulen, Ausbau der Ganztagsangebote;

• Entwicklung und Präsentation einer Marke Lichtenfels;

• Verbesserung der Mobilität;

• Stadtwald: Gewinnoptimierung bei Nachhaltigkeit;

• Schaffung von Infrastruktur für liebenswertes Wohnen;

• Schaffung von Arbeitsplätzen.

In einem zweiten Schritt beauftragten sie den Magistrat, die erarbeiteten Unterpunkte umzusetzen oder sich bei entsprechenden Dienststellen für eine Umsetzung zu bemühen und dafür zu sorgen, dass sie verbindlich im Haushalt umgesetzt werden. Dafür werden 5000 Euro freigegeben.

Gegen den zweiten Punkt sprach Dorli Rauch (Grüne) sich aus; es sei nie nötig gewesen, externe Hilfe einzukaufen, das sei zu teuer: „Wir hätten das auch allein bewerkstelligen können“, sagte sie. Vertreter anderer Fraktionen wie Friedrich Sauer (WGL), Eckhard Schnatz (CDU) und Friedhelm Emde (FDP) befanden hingegen, ein Blick von außen sei immer von Vorteil und selbst nicht zu leisten.

Bürgermeister Uwe Steuber versicherte, sich in Moderation fortbilden zu lassen, um für die Stadt Geld einzusparen. „Dass wir uns modern aufstellen, daran hängt mein Herzblut“, sagte er. (md)

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