Zielsystem und Vision wird von Stadtverordneten einmütig unterstützt 

Lichtenfels zurrt strategische Ziele fest

Zielsystem, Münden, Lichtenfels (Hessen)
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Erklärtes Ziel der Lichtenfelser: Die Kindergärten (hier der Kindergarten Münden) und Schulen sollen erhalten, Ganztagsangebote ausgeweitet werden.   

Lichtenfels. Einstimmiges Ergebnis: Die Lichtenfelser Stadtverordneten votierten geschlossen dafür, die „Vision für die Stadt Lichtenfels“ festzuschreiben und im Haushalt der Kommune zu verankern. Sie unterstützen damit die grundsätzliche Ausrichtung der Stadt und die strategischen Ziele für die Zukunft, die Politiker und Bürger zuvor in Workshops herausgearbeitet haben.

Begrenzte finanzielle Mittel lassen der Stadt wenig Spielraum. Selbst Nötiges kann nicht immer umgesetzt werden. Daher machte Bürgermeister Uwe Steuber vor zwei Jahren den Vorschlag, Bürger unter dem Titel „Quo vadis, Lichtenfels?“ in Workshops eine klare Strategie erarbeiten zu lassen: Was ist den Lichtenfelsern wichtig für die Zukunft ihrer Orte, was soll erhalten oder ausgebaut werden und wo kann gesparrt werden? Die Workshops, von externen Experten geleitet, gaben im vergangenen Jahr Aufschluss; gemeinsam legten Bürger und Stadtverordnete sechs Ziele fest. An ihnen sollen sich dementsprechend auch die Investitionen orientieren.

Die Strategien geben den Stadtverordneten nun die Ausrichtung vor, sie können zielgerichteter arbeiten. Wichtig ist den Lichtenfelsern: Der Erhalt der Kindergärten und Schulen, Ausbau der Ganztagsangebote; die Entwicklung und Präsentation einer Marke Lichtenfels; die Verbesserung der Mobilität; Gewinnoptimierung bei Nachhaltigkeit im Stadtwald; die Schaffung von Infrastruktur für liebenswertes Wohnen und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind anvisiert.

Externe Expertise eingekauft 

Nachdem die Ausschüsse bereits den Magistrat beauftragten, die erarbeiteten Unterpunkte umzusetzen oder sich bei entsprechenden Dienststellen für eine Umsetzung zu bemühen und dafür zu sorgen, dass sie verbindlich im Haushalt umgesetzt werden, schlossen sich die Stadtverordneten bei ihrer einstimmig Sitzung an.

Lediglich bei der Abstimmung zur Finanzierung gab es eine Gegenstimme. Für die erstmalige Einrichtung und Entwicklung des Konzepts durch einen externen Dienstleister werden 5000 Euro freigegeben. Dagegen sprach Dorli Rauch sich aus; es sei nicht nötig gewesen, externe Hilfe einzukaufen, das wäre auch allein zu bewerkstelligen gewesen, sagte sie.

Vertreter der anderen Fraktionen verteidigten hingegen die Ausgaben. „Es ist grundsätzlich richtig, mit externer Unterstützung zu diskutieren“, sagte Eckhard Schnatz (CDU). „Sich hinterher hinzustellen und zu sagen, das hätten wir auch alles selbst gekonnt, ist einfach. Das hätte von uns selbst so nicht geleistet werden können“, betonte Horst Wendt (WGL). Es war gut, dass externe Dienstleister die Diskussion gelenkt haben“, sagte auch Friedrich Schüttler (SPD).

Bürgermeister Uwe Steuber versicherte am Dienstagabend nochmals, sich in Moderation fortbilden zu lassen, um für die Stadt in Zukunft Geld einzusparen. Er dankte den Stadtverordneten, dass sie ihn dabei „tatkräftig dabei unterstützen, Lichtenfels modern aufzustellen“. (md)

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